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E-Sports-AktionSinnvolles Zocken für die Kinder in der Bay-Arena

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Aktionstag „Fit For Gaming“ in der Bay-Arena mit Kindern der „Arche“ Düsseldorf.

Hohe Aufmerksamkeit herrschte am Aktionstag „Fit For Gaming“ im E-Sports-Raum der Bay-Arena.

In der Bay-Arena lernen Kinder der Düsseldorfer Einrichtung „Arche“ am Aktionstag „Fit For Gaming“, wie man nicht nur gut, sondern vor allem gesund und verantwortungsbewusst E-Sports betreibt.

Yusuf ist ganz bei der Sache, die er liebt: Der Stürmer des SC Düsseldorf dribbelt, passt, schießt Tore. Gewinnt am Ende gegen seinen Kumpel Avra mit 4:2. Und heimst ein dickes Lob ein von einem, der weiß, wann ein dickes Lob angebracht ist: Sean Landwehr. Der ist E-Gamer bei Bayer 04 - Profi, richtig mit Vertrag und Gehalt. Und er stellt an diesem Tag den 14 Kinder, die ihn und sein Team im „Gamers Club“, dem eigenen E-Sports-Raum in den Logen der Osttribüne der  Bay-Arena, besuchen, seinen Sport vor. Mit allen guten Seiten. Und ohne die nicht so guten auszulassen. Denn darum geht es: Um das richtige Fußballspielen an der Konsole. Das Motto: „Fit For Gaming - richtig zocken, aber wie?“

Dass es diesen Tag gibt, ist einer Kooperation zwischen Bayer 04, Bayer als herstellendem Konzern einer bekannten Wundheilsalbe sowie der Düsseldorfer Einrichtung „Arche“, die sich um Kinder - vor allem sozial benachteiligte - kümmert, geschuldet. „Wir haben uns irgendwann gesagt: Körperliche Wunden heilen können wir schon mit unserer Salbe. Aber es geht ja auch darum, dass es den Menschen, besonders den Kindern, mental gut geht“, erklärt Regina Gropp. Sie gehört der Bayer-Abteilung Consumer Health an, quasi der sich um die Gesundheit der Kundschaft kümmernden Abteilung. Und hat diesen E-Sports-Tag gemeinsam mit ihrer Kollegin Isabel Bach und Bayer organisiert. 

Der Profi zeigt seine Tricks

Die Kinder, die gekommen sind - allesamt zwischen zehn uns zwölf Jahre jung - sind jedenfalls vom Fleck weg begeistert und voll bei der Sache. Das einleitende Match, das Profi-E-Sportler Sean Landwehr, erst kürzlich von Viktoria Köln nach Leverkusen gewechselt, gegen Bayer-Mitarbeiter und Hobby-Gamer Marc Fiedler bestreitet und das er am Ende mit 6:3 gewinnt, ist mitreißend.

Der eine oder andere der jungen Besucher jubelt fast so laut wie die Fans im Stadion, wenn Diaby, Schick und Co. auf dem realen Rasen reale Tore schießen. Dass danach alle selbst an die insgesamt acht im Raum aufgebauten Konsolen wollen, um zu daddeln, ist selbstverständlich - und führt eben dazu, dass Yusuf zeigen kann, was er zu Hause selbst schon am Bildschirm gelernt hat. 

E-Sportler (Bayer 04 Leverkusen) Sean Landwehr.

Profi-E-Gamer Sean Landwehr von Bayer 04 zeigte sein Können an der Konsole.

Fürs Wieder-auf-den-Boden-Holen ist kurz darauf Simon Borgmann zuständig. Er ist Sportpsychologe der Bayer-04-Jugendteams sowie der E-Sports-Abteilung und erklärt ganz genau, was wichtig ist, wenn man sich dem Konsolensport - der weltweit immer populärer wird und bei Turnieren mitunter Tausende in die Halle und Hunderttausende an Bildschirme lockt - ernsthaft und wirklich widmen will: Eine gesunde Lebensweise. Von der Ernährung über Ruhepausen bis hin zu Ausgleichssport. Also: Richtigem Sport, bei dem man sich richtig bewegen muss.

Bayer-04-Sportpsychologen Simon Borgmann (im Bild stehend) bei seiner Präsentation.

Sportpsychologe Simin Borgmann klärte über mentale Gefahren des Gamings auf.

Wasser und Obst statt Pizza und Cola

Sean Landwehr kann ein Lied davon singen. Klar: Angefangen hat der 20-Jährige, der nebenbei seinen Bundesfreiwilligendienst im Klinikum absolviert und Sportmanagement studieren will, mit Kumpels vor der Konsole an verzockten Nachmittagen und Abenden. Vor drei Jahren bemerkte er dann, „dass ich wirklich gut bin und das professionell machen kann“.

Und heute? Wärmt er sich vor jedem Match auf - körperlich wie mental. Betreibt mit Fußball auf der grünen Wiese und Krafttraining Ausgleichssport. Und trinkt viel Wasser und isst viel Obst, wenn er den Spiel-Controller in der Hand hält. Chips, Pommes, Pizza und Cola?  „Ganz bestimmt nicht“, sagt er lachend. 

Aktionstag „Fit For Gaming“ in der Bay-Arena.

Duell um virtuelle Punkte und Tore: Bayer-Mitarbeiter Marc Fielder (links) und E-Sportler Sean Landwehr.

Yusuf und seine Freundinnen und Freunde von der „Arche“ hören trotz aller Lust aufs Computerspielen auch bei diesen Dingen genau zu und bestätigen damit das, was Betreuerin Kristine Schahimehr sagt: „Auch bei uns können die Kinder an der Konsole spielen. Aber wir achten streng darauf, dass da Regel eingehalten werden und es nicht ausufert.“ Wobei man sich diesbezüglich auch eigentlich keine Sorgen machen müsse: Jungs wie Yusuf würden nach wie vor am allerliebsten mit dem echten Ball raus auf den Rasen und kicken. „Und das am besten den ganzen Tag über.“

Und irgendwie bestätigt Yusuf das auch, wenn er auf seinen Berufswunsch angesprochen erst sagt: „Ich will später Fußballprofi werden“ und auf die Frage, ob er dies denn als E-Sportler oder echter Kicker schaffen will, aus dem Fenster in Richtung Stadionrasen zeigt und antwortet: „Da draußen!“