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Hitdorfer AltenfestDie Veedelsfamilie feiert gemeinsam

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Eingeladen vom Geselligkeitsverein zur geselligen Runde: Die Altenfeier in Hitdorf existiert nun schon seit 52 Jahren.

Leverkusen – Regina Sidiropulos hat viel zu tun an diesem Tag: Morgens ist sie als Sozialdemokratin dabei, als die Mitglieder ihrer SPD Uwe Richrath erneut zum OB-Kandidaten ernennen. Nachmittags dann kann die Bezirksvorsteherin nicht schnell genug zurück nach Hitdorf kommen. Zur Altenfeier in der Stadthalle. Sie habe anfangs Bedenken gehabt, ob sie das zeitlich alles so schaffe. „Ich musste beim Parteitreffen ja dabei sein.“ Das hätten ihr die Genossen schon eindeutig zu verstehen gegeben, sagt sie schmunzelnd. Aber weil in Sachen Richrath alles recht glatt verlaufen ist, sei die Sorge ja letztlich umsonst gewesen.

Womit Sidiropulos pünktlich um kurz vor 15 Uhr in der guten Stube des Veedels sitzt – umgeben von gut 300 Senioren, für die dieser vom Geselligkeitsverein organisierte Nachmittag gedacht ist. Seit mittlerweile 52 Jahren. Es gibt Kaffee und Kuchen und Kölsch. Und es gibt einmal mehr ein mehrstündiges Programm, das traditionell zwischen Weihnachtsfeier, Familienfest und Karnevalssitzung schwankt. Ganz so, wie es sich im Rheinland eben gehört.

Und wie es sich in einem Stadtteil gehört, in dem so viele Vereine existieren wie wohl nirgends sonst im Umkreis – laut Sidiropulos derzeit 41. Sprich: Hier kommen die Leute gut miteinander aus. Und: Hier leben eben auch gut 800 alte Menschen im Alter von mindestens 73 Jahren und machen einen nicht kleinen und nicht unwichtigen Teil der Bevölkerung aus. Von den Mitgliedern des Geselligkeitsvereins werden diejenigen Besucher, die sich angemeldet haben und nicht mehr selber op jöck gehen können, abgeholt und nach der Feier wieder nach Hause gebracht. Das ist selbstverständlich. „Und das ist toll“, sagt Regina Sidiropulos.

Während der Feier ist ordentlich etwas los: Professionelle Tanzpaare präsentieren das, was sie an Standardtänzen drauf haben. Die Jecken der Hetdörper Mädche un Junge (HMJ) treiben den Geräusch- und Musikpegel nach oben. Ihnen schließen sich die lokalen Kinder- und Jugendtanzgruppen an. Die Fährgarde sowieso. Und auch das Hitdorfer Dreigestirn Prinz Hein, Bauer Frank und Jungfrau Christiane lässt es sich nicht nehmen, in die Stadthalle zu kommen und steht für den Höhepunkt eines Nachmittages, der am Ende ein Abend ist und einmal mehr zeigt: In Hitdorf gehören irgendwie alle ganz besonders intensiv dazu.