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33 Jahre HMJHitdorfer wissen, wie man feiert – vor allem ein jeckes Jubiläum

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Die Tanzgarde der Hetdorper Mädche un Junge beim Jubiläumsfest

Die Tanzgarde der Hetdorper Mädche un Junge beim Jubiläumsfest

Die Karnevalsgesellschaft Hetdorper Mädche un Junge feiert 33-jähriges Jubiläum: Der „Rheinische Abend“ war der Höhepunkt beim Jubiläumsprogramm.

Im Jahr 1993 haben sich 14 Hitdorferinnen und Hitdorfer zusammengesetzt, um die heutige Karnevalsgesellschaft Hetdorper Mädche un Junge zu gründen. Heute – 33 Jahre später – feiern die Jecken das drei mal elfjährige Bestehen ihrer Karnevalsgesellschaft.

33 jecke Jahre – so viel Geschichte hat der Verein

Aus dem siebenköpfigen Vorstand sind heute nur noch Walter Gerhards und Karl-Heinz Hüll aktiv bei den Hetdorper Mädche un Junge dabei. Hüll sieht den Verein sogar als eines seiner Kinder. Er erklärt, dass man sich damals zusammengesetzt habe, mit dem Wunsch, einen eigenen Veedelszoch für Hitdorf zu organisieren. Mit der Zeit habe man aber auch gemerkt, dass man noch ein Dreigestirn und eine Garde brauchte. So entstand mit der Zeit eine echte Karnevalsgesellschaft.

Heute blickt der Mitgründer Karl-Heinz Hüll auf 33 Jahre zurück. Aus den 14 Gründungsmitgliedern wurden schnell 420, von denen sich viele aktiv am Verein beteiligen. Mittlerweile hat der Verein die Tanzgruppe Ströppcher (Kinder) mit 37 Mitgliedern sowie eine Tanzgarde mit 31 Mitgliedern. Hüll ist stolz, dass der Verein so groß geworden ist. Ohne städtische Zuschüsse sei das ein schwieriger Weg gewesen.

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„Man könnte Bücher darüber schreiben“, erzählt Hüll über seine Erlebnisse bei den Hetdorper Mädche un Junge. Besonders gerne erinnert er sich an die Prinzen-Proklamation 1996, als die Gabel des Bauern verschwand und sie als Ersatz eine Speisegabel nutzen mussten.

Karneval und Ehrenamt im Wandel

In den 33 Jahren hat sich aber auch eine Menge im Verein geändert – vor allem bei den Sicherheitsauflagen. „Früher haben wir beim Zoch einen Polizisten dabei gehabt und das hat gereicht“, auch wenn heute große Straßensperrungen errichtet werden müssen, unterstützt Hüll die Auflagen. „Sicherheit geht vor“, erklärt der Schatzmeister des Vereins.

Hüll erklärt, dass sie den Verein damals gegründet hätten, um etwas für den Ort zu machen und den Menschen zu ermöglichen, in Hitdorf Karneval feiern zu können. Mittlerweile gehören die Hetdorper Mädche un Junge zu den wichtigsten und größten Vereinen in Hitdorf. Der Verein pflegt auch gute Beziehungen zum Ort und den Bürgerinnen und Bürgern. Auch mit anderen Vereinen im Ort steht die Karnevalsgesellschaft im Austausch. „Die Zusammengehörigkeit zum Ort hält Hitdorf zusammen“, so Karl-Heinz Hüll.

Bis heute findet Hüll es herausfordernd, den Zoch zu organisieren und erzählt, wie die Kommunikation mit Behörden jedes Jahr komplizierter wird. Er findet es aber auch gut, dass im Festausschuss Leverkusener Karneval, in dem die HMJ mitwirkt, sie immer unterstützt werden.

Hüll sah bisher seine Motivation darin, den Verein aufrechtzuerhalten. Der aktuelle Schatzmeister möchte sich im nächsten Monat aus den Vorstandsgeschäften zurückziehen. Er hat aber Glück: Nachwuchs gibt es in Hitdorf ausreichend. Für die Zukunft wünscht Karl-Heinz Hüll mehr ehrenamtliche Trainer für die Tanzgarde.

So feiert Hitdorf 33 jecke Jahre

Die Hetdorper Mädche un Junge haben ein umfangreiches Programm zusammengestellt, um ihr 33-jähriges Jubiläum zu feiern. Das dreitägige Programm startete am Freitag mit der Musik von Stadtrand, Eldorado und DJ Manfred. Beim „Rheinischen Abend“ gab es am Samstag sechs Stunden Unterhaltung, unter anderem mit Manfred Krombach und dem Comedian Martin Schopps, der über seine Kinder und Schüler scherzte, sowie natürlich den Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft. Am Sonntag gab es eine Matinee mit Kunstausstellungen und viel Musik.

Der „Rheinische Abend“ war der Höhepunkt beim Jubiläumsprogramm der HMJ. Die Hitdorfer Stadthalle füllte sich mit 350 Jecken, die zusammen kölsche Lieder, die Gemeinschaft und Hitdorf gefeiert haben.

Oberbürgermeister Stefan Hebbel lobte die Karnevalsgesellschaft zum 33-jährigen Bestehen am „Rheinischen Abend“. Die Hetdorper Mädche un Junge beschreibt der OB als „einen relativ jungen Verein in einem historisch bedeutungsvollen Stadtteil“, er ergänzt: „Es ist erstaunlich, wie viel Brauchtum hier drinsteckt.“

Hitdorf weiß, wie man feiert
Anna Möller, Tanzgardistin

Anna Möller tanzt seit zwei Jahren bei den Hetdorper Mädche un Junge. Obwohl sie noch gar nicht so lange bei der Karnevalsgesellschaft dabei ist, freut sie sich mindestens genauso auf diesen großen Meilenstein. Besonders gut findet sie, dass es bei den Hetdorpern immer gute Laune gebe. „Hitdorf weiß, wie man feiert“, erklärt sie. Sie empfindet die Karnevalsgesellschaft „wie eine große Familie“. Und ein desginiertes Dreigestirn für die kommende Session 2026/2027 hat man auch gefunden, wie man bei Facebook bekanntgab: Prinz Joshua Kraski, Bauer Martin Gnodtke und Jungfrau Andre Wagner.

Die Hetdorper Mädche un Junge haben trotz ihres „jungen“ Alters viel Historie und Tradition, die sie bei diesem 33-jährigen Jubiläum stolz präsentieren. Zur Geschichte des Vereins gibt es auch eine aktuelle Ausstellung im Hitdorfer Heimatmuseum. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Oktober und ist sonntags zwischen 14.30 und 17 Uhr geöffnet.