Mannschaften der F-Jugend aus NRW haben am vergangenen Samstag den Gewinner der Kids WM 2026 ausgespielt.
Kids-WMNorwegen wird in Leverkusen Weltmeister

Norwegen (SC Velbert) holte schließlich den Sieg.
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Fast so laut wie im Stadion ist es am Samstag in der Liga 20 Halle nahe der Bay-Arena. Fans, die lautstark anfeuern, motivierte Spieler und ein anschwellender Torjubel, wenn sich das eigene Team durchsetzt. Zehn Minuten lang treten fünfköpfige Teams in der Kids-WM 2026 gegeneinander an. Wofür die Profis mehrere Wochen brauchen, steht bei den Kindern schon nach sieben Stunden fest: Der Weltmeister ist Norwegen beziehungsweise der SC Velbert.
Mannschaften der F-Jugend aus Nordrhein-Westfalen, besonders viele aus Leverkusen, vertreten die 48 Nationen, die bei der Weltmeisterschaft ab Ende der Woche an den Start gehen. Die Kids-WM motiviert die Nachwuchsspieler noch einmal mehr als reguläre Turniere, wie die Jungen vom VfL Sindorf, die für Tunesien spielen, berichten: „Das Gefühl, bei einer WM zu spielen, ist krass, weil man einen anderen Ehrgeiz hat, wenn man für ein Land spielt“, sagen sie. Außerdem steige jetzt die Vorfreude auf die „richtige WM“.
Profifußballer Malik Yilmaz, der in der zweiten türkischen Liga für Igdir spielt, hatte vor zwölf Jahren selbst an der Kids -WM, damals noch unter dem Titel Sponti Cup, teilgenommen. Für ihn habe es sich damals angefühlt, als ob er tatsächlich bei der WM dabei gewesen wäre, sagt Yilmaz heute.
2010 richtete Raffaele „Lello“ Esposito die WM laut eigener Aussage erstmals aus. Seitdem hat sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder stattgefunden. Während das Turnier damals noch nach dem Hauptsponsor „Sponti Cup“ benannt war, finanziert sich das Event nun über eine Vielzahl von Unterstützern. In diesem Jahr hatte Victorino Boavida Esposito auf die WM angesprochen, mit Thomas Röhrich und Michael Zichon bildete sich so das Organisationsteam.
Leverkusen: Bisher gab es keine Kids WM für Mädchen
Die Kids WM soll laut Raffaele Esposito aber über den reinen Fußball hinaus gehen. Kinderschutz, Rassismus und Gewalt an Frauen sind die zentralen Themen, auf die die Veranstalter aufmerksam machen wollen. „Wir wollen damit ein Weltdenken deutlich machen“, sagt er. Für den Fußballtrainer, der selbst Migrationshintergrund hat, hat das einende Element des Fußballs eine tragende Bedeutung. „Auf dem Feld spielen verschiedene Kulturen. aber wenn sie Fußball spielen, sind sie alle Freunde“, so Raffaele Esposito. Dabei zeigen die Kinder wohl auch gebührenden Respekt gegenüber den Ländern, die sie repräsentieren. Manche haben extra Trikots für ihr Land bestellt.
In Sachen Gleichberechtigung fehlten allerdings in den vergangenen Jahren noch die Mädchenteams. „Früher gab es wenige Mädchenmannschaften, aber das hat sich jetzt entwickelt“, meint Raffaele Esposito. Dementsprechend könnte er sich durchaus vorstellen, zum Beispiel bei den nächsten Europameisterschaft ein Turnier für Mädchen anzubieten.

