Mit ihrem Plan für eine reine Fußgänger- und Radfahrerfähre zwischen Hitdorf und Langel stehen SPD und Grüne zunehmend isoliert da.
KommentarDie Kräfte für den Erhalt einer vollwertigen Leverkusener Fähre wachsen


Die Hitdorfer Fähre Fritz Middelanis liegt im Hafen in Köln-Niehl.
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Wenn sich SPD, Grüne und die Verwaltung da mal nicht verrechnen mit ihren Fähren-Plänen: Sie wollen ein lediglich für Fußgänger und Radfahrer geeignetes Boot kaufen und die Option auf Lkw-, Traktor-, Motorrad- und Auto-Transporte aufgeben. Der Grund ist klar: Eine solche Fähre ist kleiner und damit billiger. Aber, wenn die alte Autofähre „Fritz Middelanis“ erstmal weg ist, wird auch die Rampe bald verkleinert, und die Sache ist nicht mehr zu ändern. Und eine reine Fahrradfähre ist dann noch viel schneller eingestellt. Wetten?
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es in Leverkusen nicht oft die Bereitschaft gab, sich stringent für oder gegen etwas starkzumachen. Nur wenn es um Verkehrsinfrastruktur ging, waren die Bürger manchmal nicht zu stoppen.
Für Infrastruktur zu kämpfen, lohnt sich
Das beste Beispiel war die Balkantrasse. Hier waren die Verwaltung, der Oberbürgermeister und alle großen Parteien bereit, die ehemalige Bahntrasse zu zerstückeln und für immer aufzugeben. Aber die Leverkusenerinnen und Leverkusener wollten das nicht und kämpften einen Kampf, der zunächst kaum zu gewinnen war. Dieses Stück Fahrradweg-Infrastruktur ist heute Gold wert.
So könnte es auch mit der Fähre kommen. Vom ersten Tag an war der Druck aus der Bevölkerung groß, sie als vollwertige Autofähre zu erhalten. Denn es gibt neben dem täglichen Nutzen der schnellen Verbindung auf die linke Rheinseite auch noch diese historische Dimension der Jahrhunderte alten Tradition, wie der Bürgerverein schreibt. Das ist ein großer Identifikationsfaktor.
Vergessen wird bei all dem anscheinend auch, dass an der Fähre Existenzen hängen, und zwar nicht nur die der angestellten Kapitäne.
