Das Zeichen des neuen Kölner Oberbürgermeisters ist wichtig. Trotzdem muss sich Leverkusen auf alles vorbereiten, meint unser Autor.
St. MichaelDie Stadt Leverkusen braucht einen Plan B für die Rheinfähre


Stefan Hebbel und Torsten Burmeister zeigen in der Fähren-Frage Einigkeit.
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Aus welchem Anlass die beiden Oberbürgermeister Torsten Burmester und Stefan Hebbel am Donnerstagmittag nach Hitdorf zur Fähre gekommen waren und welche Botschaft sie dabei senden wollten, machte der Kölner OB ziemlich klar, als er für seinen Leverkusener Kollegen eine Antwort gab, die gar nicht zur zuvor gestellten Frage passte: Er wolle in den Gremien seiner Stadt für die Fähre werben. Ausrufezeichen. Die Frage war allerdings: Hat Leverkusen einen Plan B für den Fall, dass Köln das Boot verlässt?
Auch wenn Burmester Hebbel durch sein wenig subtiles Wegmoderieren davor bewahrte, eine Antwort geben zu müssen, die unangenehm hätte werden können: Dem Leverkusener Oberbürgermeister muss klar sein, dass er sich nicht darauf verlassen kann, dass das Werben von Burmester Erfolg hat.
Nun ist das Zeichen, das die beiden senden wollen, aller Ehren wert. Auch Burmester positioniert sich klar. Dennoch sollte die Stadt Leverkusen bei aller Einigkeit auf alles vorbereitet sein. Klar ist: Leverkusen ist in einer finanziellen Lage, die es nicht zulässt, den Fährbetrieb aus der Stadtkasse alleine zu finanzieren. Ob die Bezirksregierung im Rahmen der Haushaltssicherung so etwas überhaupt zulassen würde?
Jetzt sind jedenfalls gute Ideen gefragt. Und welche kreativen Ansätze auch immer hinter den Rathaustüren diskutiert werden – oder auch nicht –: Man sollte dabei keine Zeit verlieren. Ende Juni liegt die Analyse der HGK vor, die Entscheidung des Kölner Rates naht. Und dann tut Stefan Hebbel besser daran, auf Fragen Antworten zu haben.

