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Freier EintrittKultur soll für Kinder aus Leverkusen in Zukunft nahezu umsonst sein

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Tanzende auf der Bühne des Forums Leverkusen.

Kulturveranstaltungen in Leverkusen, darunter auch solche wie das zuletzt im Forum gezeigte Tanzstück „Renegade“, sollen zukünftig für Studierende zum verbilligten Eintritt, für Kinder und Jugendliche mitunter kostenfrei sein. 

Bei der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses ging es unter anderem um eine „Kultur-Fahrkarte“ für 5 Euro im Jahr.

Kultur soll in Zukunft nahezu umsonst für Kinder aus Leverkusen sein. Die Mitglieder des Kulturausschusses verabschiedeten bei ihrer jüngsten Sitzung zwei entsprechende Anträge einstimmig. 

„Kultur-Fahrkarte“ für den Nachwuchs

Der erste Antrag kommt aus Reihen der CDU und besagt, dass Kinder bis einschließlich zwölf Jahren zukünftig eine „Kultur-Fahrkarte“ zum Preis von fünf Euro pro Jahr erwerben können. Diese soll dann – auch für eine Begleitperson – zum freien Eintritt in kulturelle Einrichtungen der Stadt berechtigen. Zu denen gehören etwa das Museum Morsbroich sowie das Forum, in dem Theater- und Tanzaufführungen oder Konzerte stattfinden.

„Gerade in den jetzigen schwierigen politischen und pandemischen Zeiten mit Inflation und steigenden Kosten sollten Bürgerinnen und Bürger entlastet werden“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Stefan Hebbel. Kinder und Jugendliche sollten zudem in ihren „prägenden Lebensphasen“ unbegrenzten Zugang zur kulturellen Bildung haben können. Die außerschulische Bildung habe diesbezüglich einen besonderen Stellenwert. Das Erleben der Kultur sei gerade bei jungen Menschen „immens wichtig“ für den Zusammenhalt der Gesellschaft.  

Nulltarif-Theater für Kitas und Schulen

Ein weiterer Antrag – in diesem Falle seitens der Stadtoberen – sieht vor, dass die „Kultur-Stadt-Lev“ (KSL) vorerst für den Zeitraum der beiden Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 den Kindergärten und Schulen Leverkusens den Besuch kostenfreier Kinder- und Jugendtheatervorstellungen ermöglicht. Die Anreise soll von den Verantwortlichen der Einrichtungen jeweils selbst organisiert werden. Die Kosten indes würden von der KSL im Nachgang nach entsprechender Vorlage und Prüfung erstattet. „Die KSL würde damit einen Beitrag zur Umsetzung des im Kulturgesetzbuch NRW verankerten Auftrags der kulturellen Institutionen als Bildungseinrichtungen leisten“, heißt es im offiziellen Schreiben zum Antrag. 

Die jährlichen Kinder- und Jugendtheatervorstellungen sind im Budget der KSL mit insgesamt 48.000 Euro veranschlagt. Wie der Wegfall der Erlöse aus dem Kartenverkauf (etwa 15.000 Euro) im Falle einer für Kindergärten und Schulen kostenfreien Teilnahme aufgefangen werden könnte, soll nun geprüft werden. Die für die Kinder- und Jugendtheater-Aufführungen jährlich beim Land beantragte Förderung in Höhe von 13.000 Euro soll weiterhin in Anspruch genommen werden.

Angebot für Studierende aus NRW

Die KSL soll zudem, das besagt ein weiterer im Ausschuss einstimmig verabschiedeter Antrag, an der Aktion „Tanz-Card-Campus NRW“ teilnehmen. Bei dieser Aktion erhalten Tanz-Studierende in NRW einen verbilligten Eintrittspreis zu Tanz-Aufführungen in den teilnehmenden Städten und Kommunen. 

Über sämtliche Anträge müssen schlussendlich noch die Mitgliedern des Rates abstimmen.