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Kultur in LeverkusenDie freie Szene übt weiterhin Kritik

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Forum Leverkusen.

Symbol für einen Streit um die Kultur: Das Forum ist Zentrum der Kultur-Stadt-Lev, die zum 1. Januar 2024 aufgelöst werden soll. 

Die Neuordnung der Leverkusener Kultur war auch – durchaus umstrittenes – Thema bei der jüngsten Kulturkonferenz.

Die Anfang April im Rat beschlossene Neuordnung der Leverkusener Kultur war auch Thema der jüngsten Kulturkonferenz. Im Sensenhammer hatten sich Vertreterinnen und Vertreter der freien Szene sowie Politikerinnen und Politiker versammelt, um darüber zu diskutieren, was in Zukunft nun zu erwarten sei, wenn die Kultur-Stadt-Lev als Eigenbetrieb innerhalb der Verwaltung zum 1. Januar 2024 nach knapp 20 Jahren Geschichte sein wird.

Die Meinungen gingen dabei erwartungsgemäß auseinander. Bernhard Marewski (CDU) und Monika Ballin-Meyer-Arens (FDP), zwei der maßgeblich am Antrag auf Neuordnung Beteiligte,  versicherten, dass sich für die freien Künstlerinnen und Künstler der Stadt nichts ändere. Es gehe vor allem darum, die Kultur Leverkusens anstelle einer eher betriebswirtschftlich handelnden, verwaltenden Führung unter eine noch genauer zu bestimmende, „Kultur denkende Intendanz“ zu stellen (Mareswki). Hilfe soll dabei auch von externen Expertinnen und Experten eingeholt werden, denn: „Der Blick von außen hilft einer Kommune meist weiter“, betonte Ballin-Meyer-Arens.     

Kritik seitens der freien Szene

Kritik gab es unter anderem von Klaus Wolf, Mitglied der AG Leverkusener Künstler. Er bemängelte, dass hier nach der „Schnellschussmethode“ gehandelt werde, die hinterher, sollte sie sich als falsch erweisen, nicht mehr zu korrigieren sei. Zudem habe sich die Qualität der Kultur in Leverkusen bislang stets ausgezeichnet durch die dichte Vernetzung der Institutionen und Kulturakteure untereinander. Das werde durch die noch vollkommen unklar, neue Ordnung infrage gestellt.

Kulturdezernent Marc Adomat wies deutlich darauf hin, dass „meine Mitarbeiter“ stets einen „großartigen Job“ in Sachen Kulturprogrammplanung gemacht hätten – und widersprach damit unmittelbar dem Argument Marewskis, Kultur werde in Leverkusen zu sehr verwaltet denn gestaltet. Und auch KSL-Dramaturgin Anke Holgersson, Ansprechpartnerin für die freie Szene und Organisatorin der Kunstnacht sowie der Buchwoche „Lev liest“ forderte, „ganz pragmatisch eine Aufklärung darüber, was denn nun wie genau neu gestaltet werden solle“ – was Marewski sichtlich aus der Fassung brachte.

Alle sollen „mitgenommen“ werden

Er stellte daraufhin noch einmal klar: „Wir wollen die Teilbereiche der Kultur – Museum, VHS, Musikschule, Stadtbibliothek, Forum – fördern. Sie sollen sich entfalten, Ideen entwickeln und umsetzen können. Darum geht es.“ Und um das zu erreichen, sollten nun alle der Kultur verpflichteten Personen der Stadt „mitgenommen“ werden. Es gehe um ein gemeinsames Denken und Handeln, um die Neuordnung auf den Weg zu bringen.