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MathildenhofÄrger über Reinigung der Vonovia in Leverkusen

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Johann Surowka und Andrea Bruns ärgern sich über die Treppenhausreinigung der Vonovia

Johann Surowka und Andrea Bruns ärgern sich über die Treppenhausreinigung der Vonovia.

Die Vonovia hat einen Reinigungsdienst eingesetzt, die Mieter sind damit nicht zufrieden.

Andrea Bruns ist sauer. „Ich will auch mal zum Briefkasten gehen können, ohne mir direkt die Hände waschen zu müssen.“ Mit dem Finger fährt sie über das Treppengeländer, wo dieser einen Streifen in der Staubschicht hinterlässt.

Ihr Nachbar Johann Surowka führt einen dicken Ordner, in dem sämtliche Unterlagen, ausgedruckte E-Mails und aufgenommene Fotos abgeheftet sind. Der Grund des Ärgernisses der Nachbarschaft in Mathildenhof: der Reinigungsdienst, den ihr Vermieter Vonovia im vergangenen Oktober eingesetzt hat.

Zuvor haben sich die sechs Parteien in dem Mietshaus mit der Treppenhausreinigung abgewechselt. „Da gab es auch nie ein Problem“, betont Surowka. Dann kam im September ein Brief von der Vonovia: „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Reinigung ab dem 1.10.2025 durch unseren Dienstleister durchgeführt wird.“ Die Kosten von erwarteten 996,84 Euro würden anteilig über die jährliche Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umgelegt.

Johann Surowka und Andrea Bruns prüfen die Treppenhausreinigung regelmäßig.

Johann Surowka und Andrea Bruns prüfen die Treppenhausreinigung regelmäßig.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärt Christina Jordan, Pressesprecherin der Vonovia: „Wir haben in diesem Haus unsere Reinigungskräfte mit der Treppenhausreinigung beauftragt, da sie in der Vergangenheit durch einige Mieterinnen und Mieter leider nicht regelmäßig und nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde.“ Das bestreiten Surowka und Bruns, zumindest unter den sechs Parteien in ihrem Haus habe es keine Unstimmigkeiten gegeben: „Wir haben den Widerspruch an die Vonovia alle gemeinsam unterschrieben.“ Unklar ist, ob die Vonovia sich hierbei auf andere Häuser der Wohnsiedlung bezieht.

Es gehe ihnen nicht in erster Linie um die Kosten, sondern um die Sauberkeit, betont Bruns: „Ich sehe nicht ein, dass ich für so eine schlampige Arbeit zahlen soll.“ Vereinbart ist laut Schreiben der Vonovia, dass das Treppenhaus des dreigeschossigen Hauses wöchentlich, Keller und Gemeinschaftsräume monatlich, Gläser und Dachboden zweimal jährlich gereinigt werden.

Vorwurf der falschen Dokumentation

Der wöchentliche Putzdienst komme zumeist. „Zuletzt hat er für das Treppenhaus drei Minuten gebraucht“, sagt Surowka. Es werde mit einem Wischmopp der Dreck „einmal von rechts nach links gewischt“, ohne vorheriges Kehren, auch Treppengeländer oder Fensterbänke würden außer Acht gelassen. Spinnweben bezeugen das. Die monatliche Kellerreinigung ist im Putzplan mehrfach abgehakt, Surowka ist sich aber sicher, dass sie nicht stattgefunden hat. Zumal er dokumentiert hat, dass das eingetragene Datum der angeblichen Reinigung nicht am Tag selbst, sondern Wochen später eingefügt wurde.

Die betroffene Vonovia-Siedlung in Mathildenhof.

Die betroffene Vonovia-Siedlung in Mathildenhof. Unklar ist, ob es in anderen Treppenhäusern des Wohnblocks Probleme mit der Sauberkeit gab.

Besonders ärgern sich beide auch über die Kommunikation mit der Vonovia. „Ich schreibe jede Woche eine E-Mail dahin und bekomme nie eine Antwort“, sagt Surowka. Auch ein Ansprechpartner werde ihm nicht genannt. Pressesprecherin Jordan entgegnet: „Die Kritik unserer Mieterinnen und Mieter nehmen wir natürlich ernst: Wir schauen uns vor Ort regelmäßig die Sauberkeit und Ordnung im Treppenhaus an. Wenn etwas mal nicht korrekt ausgeführt wurde, klären wir das direkt intern.“ Die Fragen dieser Zeitung, welches Unternehmen die Reinigung durchführt und mit welcher Art und welchem Umfang der Reinigung dieses beauftragt ist, beantwortet sie nicht. Ebenso wenig gibt es eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der fehlerhaften Dokumentation.

„Wir wollen das einfach wieder selbst machen“, sagt Bruns. Oder sich zumindest nicht über die mangelhafte Reinigung ärgern müssen.