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Kita und WohnhäuserStadt Leverkusen plant ein neues Wohnquartier am Bürgerbusch

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Rund 430 Wohneinheiten und eine Kita sollen zwischen Grüner Weg und Opladener Straße entstehen

Rund 430 Wohneinheiten und eine Kita sollen zwischen Grüner Weg und Opladener Straße entstehen

Rund 430 Wohneinheiten und eine Kita sollen zwischen Grüner Weg und Opladener Straße entstehen. Beteiligt sind die Immobilienfirmen Paeschke und HKM.

Die Stadt plant ein neues Wohngebiet am Rande des Bürgerbusch. Wo aktuell einzelne Häuser um größere Brachflächen stehen, soll auf 11,4 Hektar ein ganzes Wohnquartier inklusive Kita entstehen. Um den Plan umzusetzen, hat die Stadtverwaltung einen Vorentwurf für einen Bebauungsplan in die Ratsgremien eingebracht, der zunächst im Bürger- und Umweltausschuss (11. Juni), anschließend im Bauausschuss (15. Juni) und dann in der Bezirksvertretung III (25. Juni) diskutiert werden wird.

Die Vorplanung

Die Vorplanung

Das geplante Baugebiet grenzt im Norden an den Grünen Weg und im Süden an die Opladener Straße, nach Osten erstreckt es sich bis zu den Straßen Am Kühnsbusch, Wacholderweg und Albert-Edelmann-Straße. Rund um das geplante Neubaugebiet gibt es bereits Wohnbebauung sowie das Schützenhaus der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schlebusch ganz im Westen. Zu den Eigentumsverhältnissen der derzeit brachliegenden Grundstücke steht im Projektsteckbrief: „Zu großen Teilen im Besitz von HKM Müller und Paeschke“, fünf Flurstücke seien zudem in städtischem Besitz. Die beiden Leverkusener Immobilienunternehmen stehen auch als „Vorhabenträger“ im Projektsteckbrief.

Das Gebiet ist schon lange als Wohnbaufläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Allerdings gibt es keinen rechtskräftigen Bebauungsplan. Das soll nun nachgeholt werden. Anlass ist nach Darstellung der Stadt der anhaltend angespannte Wohnungsmarkt. Bislang zeichne sich das Gebiet durch eine sehr heterogene Anlage aus, der Bebauungsplan soll für eine „geordnete, qualitätsvolle Innenentwicklung“ sorgen, heißt es in der Begründung. Geplant sei ein „lebendiges, durchgrüntes Wohnquartier“ nach dem klimafreundlichen Prinzip der „Schwammstadt“. Vorgesehen sind sowohl frei finanzierte als auch geförderte sowie barrierearme Wohnformen.

Dringend benötigter Wohnraum

Im Erläuterungsbericht zum städtebaulichen Konzept ist von rund 430 Wohneinheiten die Rede. Dabei handele es sich um „mehrgeschossigen Wohnungsbau“, der vor allem in der Quartiersmitte angesiedelt werden soll. Dazu kommen kompakte Reihenhäuser „für Einsteiger“, größere Reihenhäuser und Doppelhaushälften sowie „wenige freistehende Einfamilienhäuser“.

Auch eine viergruppige Kita ist geplant. Ergänzend sollen in begrenztem Umfang wohnungsnahe Dienstleistungen möglich sein – etwa ein Café oder eine Bäckerei, auch kleine Quartiersplätze sind vorgesehen.

Banner der Firma HKM an einem Zaun am Grünen Weg.

Schon lange hängt ein Banner der Firma HKM an einem Zaun am Grünen Weg.

Aus Sicht der Stadt liegt die Chance des Projekts vor allem darin, im Innenbereich dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts beizutragen. Die Mischung aus unterschiedlichen Wohnformen und der Anteil geförderter Wohnungen könne eine breite Zielgruppe erreichen. Die geplante Kita und kleinere Angebote im Quartier würden die Alltagsversorgung ergänzen und das Gebiet beleben.

Viele Hürden im Umwelt- und Klimaschutz

Dass auf dem Weg dorthin noch viele Hürden genommen werden müssen, ist der Vorlage aber ebenso zu entnehmen: Auswirkungen auf Umwelt, Klima und den Verkehr müssen ebenso geprüft werden wie der Bodenschutz und mögliche Altlasten. Zudem sind artenschutzrechtliche Prüfungen vorgesehen.

Im aktuellen Schritt, dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, wird die konkrete Bebauung noch nicht beschlossen, sondern – sollte die Politik zustimmen – das Planverfahren gestartet. Im weiteren Verlauf sollen Gutachten beauftragt, Umweltbelange geprüft und die Planung weiter ausgearbeitet werden. Auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist vorgesehen – erst dann wird sich zeigen, wie das künftige Quartier im Detail aussehen kann und welche Auflagen sich aus Anwohnerinteressen, Verkehr, Umwelt- und Klimaschutz ergeben.