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Sprungbrett-FestivalWas dabei herauskommt, wenn Leverkusener Jugendliche Raum bekommen

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Anke Holgersson und Mirjam Wandhoff verleihen einen der Theaterpreise an das Schauspielensemble der Musik- und Kunstschule Leverkusen.

Anke Holgersson und Mirjam Wandhoff verleihen einen der Theaterpreise an das Schauspielensemble der Musik- und Kunstschule Leverkusen.

Zum Sprungbrett-Festival gehörten 45 Theater-, Musik- und Kunstveranstaltungen, jetzt wurden vier Projekte ausgezeichnet.

Zeigen, wozu junge Menschen in der Lage sind. Das ist der Hintergrund des Sprungbrett-Festivals, wie Anke Holgersson, die Fachkoordinatorin für kulturelle Bildung der Stadt Leverkusen, erklärt: „Das Festival soll ein Schaufenster sein, für das, was Jugendliche leisten können, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.“ Insgesamt 45 Theater-, Musik- und Kunstveranstaltung hatten Holgersson und ihr Team organisiert. Am Donnerstagabend wurden einige Beteiligte auf der Bühne des Jungen Theaters in Opladen mit Preise ausgezeichnet.

500 Euro gab es in den Kategorien Musik, Theater und Bildende Kunst zu gewinnen. Das Preisgeld wird finanziert von der Sparkasse Leverkusen und der EVL.  „Ihr könnt Requisiten für eure nächsten Projekte davon kaufen, oder auch einen Ausflug ins Phantasialand machen“, schlug Holgersson bei der Preisverleihung vor. Der Preis soll dem künstlerischen Engagement junger Menschen Anerkennung zollen.

Mit den Worten „Wenn man eine Schule sucht, die zeigt, was musikalische Bildung leisten kann, stößt man schnell auf das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Schlebusch“, verlieh Anke Holgersson den Preis in der Sparte Musik an das Bläserensemble des Schlebuscher Gymnasiums.

Zwei Theater-Preisträger

Der Preis in der Kategorie Theater ging gleich an zwei teilnehmende Gruppen. Zum einen an die Mittelstufen Theater AG des Lise-Meitner-Gymnasiums für ihr Stück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“. Das Stück erzählt die wahre Geschichte eines Tierparks, der im Jahr 1938 zum Freizeitvergnügen der SS errichtet wurde und direkt an den Zaun des Konzentrationslagers Buchenwald grenzte. In dem Stück von Jens Raschke wird die Perspektive der Zootiere eingenommen und so ein anderer Blick auf das Konzentrationslager beschrieben.

Den zweiten Theaterpreis erhielt die Musik- und Kunstschule Leverkusen für ihre Inszenierung von Odyssee. In dieser betrachteten die Jugendlichen die mythologische Figur Odysseus aus einer anderen Perspektive und stellten sich die Frage: Was hat der Mann alles getan, um zu überleben? Die Gräueltaten Odysseus, die in der Sage als heroische Prüfungen dargestellt werden, rückt die Theatergruppe in ein neues, kritisches Licht.

Die Käthe-Kollwitz-Schule in Rheindorf erhielt am Donnerstagabend den Preis in der Kategorie Bildende Kunst für einProjekt zum Thema Gewalt. Die 19-jährige Tayyaba malte auf Leinwand ihre Vorstellungen zum Thema Krieg, dazwischen zeichnete sie Kinder, sie nennt es „Every soldier was a child“. „Mit dem Bild wollte ich zeigen, dass Soldaten keine Wahl haben, in den Krieg zu ziehen“, erklärt die Schülerin. Die Projektbetreuer erwägen, von dem Preisgeld einen Beamer zu kaufen,  mit dem Fotos der Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler an eine Schulwand projiziert werden können.