Wegen einer Baustelle an der Unterführung müssen Autofahrer in Schlebuschrath derzeit einen Umweg nehmen.
SchlebuschrathLeverkusens ADFC-Vorsitzender ärgert sich über Schotterpiste

Kurt Krefft ärgert sich, dass für den Autoverkehr in Leverkusen etwas getan werde, für den Radverkehr aber zu wenig.
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Kurt Krefft, Vorsitzender des ADFC in Leverkusen, ärgert sich: „Die Fahrradstraße Schlebuschrath, eine furchtbare Buckelpiste für den Radverkehr, wurde autogerecht hergestellt, damit die Autofahrenden nicht so durchgeschüttelt werden.“
Leverkusens erster Fahrradlobbyist bezieht sich auf die Bauarbeiten der Energieversorgung Leverkusen (EVL) dort. Die EVL hat mit den Arbeiten für den Fernwärmeanschluss von Alkenrath begonnen. Ab Frühjahr des kommenden Jahres sollen rund 1100 Wohneinheiten – unter anderem von Vivawest und Vonovia – nicht mehr über Erdgas, sondern größtenteils über Abwärme von der Avea versorgt werden. Dafür verlängert die EVL die Fernwärmeleitung vom Manforter Innovationspark unter der Dhünn hindurch, durch den Eisenbahntunnel in Schlebuschrath bis zur Alkenrather Straße.
Krefft sagt, die Eisenbahnunterführung sei eine wichtige Autoverbindung zum SSV Alkenrath und zur Kleingartenanlage Burgloch. Die EVL hat diese Strecke inzwischen mit feinem Schotter bedeckt, damit man mit dem Auto darüberfahren kann. Den ADFC-Mann erzürnen zwei Dinge: Einmal, dass Fahrradfahrer, die die Strecke befahren, „mit einer grauen Staubschicht paniert“ würden. Und vor allem, dass die Stadt den Weg zwischen der Alkenrather Straße und dem SSV erst mit der Schotterdecke provisorisch begradigt habe, als es für Autofahrer ein Problem gegeben habe.
Stadt kann Radwegeausbau nicht bezahlen
Der ADFC hatte noch Alt-Oberbürgermeister Uwe Richrath dazu aufgefordert, „diese Buckelpiste für den Radverkehr zu sanieren“. Passiert sei aber nichts. Krefft dazu: „Nun, da der Autoverkehr diese Strecke jetzt als Umleitung nutzen muss, wurde etwas getan.“
Den Vorwurf, man sei sich der Lage für die Radfahrerinnen und Radfahrer nicht bewusst, weist eine Stadtsprecherin zurück. Die Erklärung aus dem Rathaus: Die Unterführung ist wegen der Baustelle gesperrt, deshalb müssen Autos über besagte Strecke fahren, die bislang unbefestigt war. Und weil sich Anwohnerinnen und Anwohner unter anderem über den Staub auf der damals noch unbefestigten Straße beschwert hätten, habe man den Splitt aufgebracht.
Freigegeben werden soll die Unterführung voraussichtlich übernächste Woche, ab dem 24. August. Die Stadt schreibt: „Sofern Baufortschritt und Verkehrssicherheit dies zulassen, wird sich die EVL um eine frühere Freigabe für den Fußgänger- und Radverkehr bemühen.“ Aber, und das dürfte Kreffts Ärger nicht gerade verringern: „Ein grundsätzlicher erstmaliger Ausbau der Strecke Schlebuschrath ist mittelfristig unter anderem aufgrund der Haushaltslage leider nicht realisierbar.“

