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BestandsaufnahmeWie die Stadt Leverkusen in der Energiewende dasteht

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Das beleuchtete Forum, hier:  bei den Jazztagen.

Das Forum verbraucht sehr viel Heizenergie und auch viel Strom. Das Einsparpotenzial ist enorm.

Alle zwei Jahre gibt das Rathaus einen Energiebericht heraus. Er verzeichnet Fortschritte, aber auch Problemfälle. Einer steht an der Edith-Weyde-Straße.

Bis 2033 will die Stadt Leverkusen eine klimaneutrale Energieversorgung haben. Wie das bewerkstelligt wird, steht im Energiebericht, dessen jüngste Ausgabe am Donnerstag veröffentlicht wurde. Er ist nur zum Teil mit dem Bericht 2023 vergleichbar, denn einige gesetzliche Grundlagen haben sich geändert und verlangen andere Berechnungen. Dazu kommt: Mit Auflösung der Einheit Kulturstadt Leverkusen (KSL) sind einige große Gebäude in das Portfolio der Stadt gekommen.

Der russische Angriff auf die Ukraine und der daraus resultierende Gasmangel mit enormen Preissteigerungen haben sich 2023 deutlich bemerkbar gemacht. Vor allem der Wärmeverbrauch sank deutlich, nämlich um fünf Prozent, auf knapp 44 Millionen Kilowattstunden. Die Senkung der Raumtemperaturen in öffentlichen Gebäuden führen die Autoren des Energieberichts, Umweltdezernent Alexander Lünenbach und der Leiter des Ressorts Gebäudewirtschaft in der Stadtverwaltung, Gregor Steiniger, als Reaktion auf die Preissteigerungen an. Für 2024 verzeichnet die Stadtverwaltung dann wieder einen leichten Anstieg um zwei Prozent auf knapp 45 Millionen Kilowattstunden im Wärmesektor.

Neubau am Lise-Meitner-Gymnasium.

Auf dem Neubau am Lise-Meitner-Gymnasium wurden voriges Jahr viele Sonnenkollektoren montiert.

Der Stromverbrauch in Gebäuden der Stadt steigt hingegen kontinuierlich um rund drei Prozent im Jahr. Dort machten sich Digitalisierung und Technisierung bemerkbar, so Lünenbach und Steiniger.

Erdgas auf dem Rückzug

Unter den Energieträgern dominiert nach wie vor Erdgas, allerdings mit fallender Tendenz: 2022 lag der Anteil noch bei 49 Prozent. Ein Jahr später war es ein Prozent weniger, und 2024 sank der Erdgas-Anteil am Wärmeenergieverbrauch um weitere vier Prozent. Kompensiert wurde das unter anderem durch Fernwärme, deren Anteil zwischen 2022 und 2024 von 32 auf 34 Prozent gestiegen ist. Und der Strom-Anteil erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 18 auf 22 Prozent. Diese Werte spiegelten „den anlaufenden Transformationsprozess der Wärmeversorgung“ wider, heißt es im Bericht. Im Zuge der kommunalen Wärmeplanung soll die Bedeutung von Erdgas immer geringer ausfallen. Das bildet sich auch in den Treibhausgas-Emissionen ab: 2022 lag der Ausstoß noch bei 12.149 Tonnen CO₂-Äquivalenten, 2024 waren es 10.804 Tonnen.

Insgesamt wäre die Stadtverwaltung aber gut beraten, wenn weniger Energie verbraucht würde. Zwar sind die Preisspitzen bei Erdgas und Strom des Jahres 2023 wieder etwas abgeflacht. Insgesamt gibt die Stadt allerdings immer noch sehr viel mehr aus als im Referenzjahr 2022. In Summe wurden da gut 5,1 Millionen Euro fällig, 2024 waren es fast 8,9 Millionen. Die Beschaffungspreise nehmen sich ganz überwiegend eher günstig aus, das zeigt ein Vergleich mit Durchschnittswerten, die der Deutsche Städtetag ermittelt hat. Für die Beschaffung bedient sich die Stadt der Energieversorgung Leverkusen, um kurzfristige Preisspitzen einzuebnen.

Photovoltaik-Leistung verdoppelt sich jedes Jahr

Was den Ausbau von Photovoltaikanlagen angeht, macht die Stadt laut Energiebericht stetige Fortschritte. Für die vergangenen drei Jahre sei „eine nahezu jährliche Verdopplung der installierten Anlagenleistung“ zu verzeichnen. Ende 2024 betrug sie 241 Kilowattpeak, im Lauf des vorigen Jahres waren Anlagen mit weiteren 234 Kilowattpeak projektiert. Allein auf dem Lise-Meitner-Gymnasium wurde im März 2025 Photovoltaik mit einer Leistung von 123 Kilowattpeak installiert.

Die Hauptfeuerwache an der Edith-Weyde-Straße ist noch nicht alt, verbraucht aber übermäßig viel Energie.

Die Hauptfeuerwache an der Edith-Weyde-Straße ist noch nicht alt, verbraucht aber übermäßig viel Energie.

Eine Betrachtung der städtischen Gebäude zeigt, dass vor allem im Forum enormes Sparpotenzial liegt. Sowohl was den Wärme- als auch den Stromverbrauch angeht. Übermäßig viel Strom wird nach den Ermittlungen der Stadtverwaltung auch in der Hauptfeuerwache an der Edith-Weyde-Straße verbraucht. Die hat die Stadt bekanntlich nicht selbst gebaut, sondern geleast. Um die Verbrauchskosten zu senken, die ausschließlich zulasten der Stadt Leverkusen gehen, „wurden in Zusammenarbeit mit den Betreibern bereits erste Optimierungsschritte veranlasst“, heißt es zu dieser sehr großen Sonderimmobilie.