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FührungskräfteDieser Mann soll neuer Chef der Energieversorgung Leverkusen werden

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Daniel Dierich, der künftige EVL-Chef

Daniel Dierich (links) ist Geschäftsführer der Energieversorgung Beckum und soll zur EVL kommen. Hier mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Versorgers, Markus Höner.

Die Findungskommission hat sich auf Daniel Dierich festgelegt. Er könnte Thomas Eimermacher nächstes Jahr ablösen.

Der gesuchte Nachfolger für Thomas Eimermacher ist gefunden. Daniel Dierich soll Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen werden. Mit diesem Vorschlag soll sich nächsten Montag der Stadtrat beschäftigen. Stimmt er zu, hat die Gesellschafterversammlung der EVL das letzte Wort. In diesem Gremium sitzen Vertreter der Stadt Leverkusen und der Kölner Rhein-Energie.

Damit würde das Kapitel Thomas Eimermacher als EVL-Chef tatsächlich früher enden als ursprünglich gedacht. Der Kaufmann hätte normalerweise bis Ende 2028 die Geschicke des Versorgers geleitet. Jetzt ist klar, dass er bereits in ein paar Monaten in den Ruhestand geht – mit 63 Jahren. Denn inzwischen haben sich Stadt und Rhein-Energie darauf geeinigt, dass künftig ein Geschäftsführer reicht für das Unternehmen.

Keine Doppelspitze mehr

Über Jahrzehnte hatte die EVL jeweils einen kaufmännischen und einen technischen Geschäftsführer. Letzterer war Ulrik Dietzler – er ist inzwischen aus Altersgründen ausgeschieden. Seine Nachfolge ist gemäß dem neuen Konzept auch nur übergangsweise geregelt worden: Jan Meese soll nur so lange Technik-Chef der EVL bleiben, bis ein neuer Geschäftsführer für die gesamte EVL gefunden ist.

EVL-Chef Thomas Eimermacher Bild: Ralf Krieger

Ein Nachfolger für Thomas Eimermacher ist gefunden. Er soll zum Jahreswechsel, spätestens aber im nächsten Frühjahr kommen.

Das ist jetzt absehbar: Daniel Dierich könnte am 1. Januar, spätestens aber am 1. April 2027 den Job antreten. Der 43 Jahre alte, promovierte Diplom-Kaufmann leitet bisher noch die Energieversorgung Beckum. Das Unternehmen ist deutlich kleiner als die EVL: Rund 80 Beschäftigte erwirtschafteten zuletzt einen Umsatz von 60 bis 70 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die EVL weist für 2025 einen Umsatz von knapp 240 Millionen Euro aus und hat 294 Beschäftigte.

Was Beckum mit Leverkusen verbindet

Bei der Eigentümer-Konstellation gibt es aber Parallelen zur EVL, die je zur Hälfte der Stadt Leverkusen und dem Kölner Versorger Rhein-Energie gehört: An der EVB hält die Stadt Beckum 66 Prozent und 34 Prozent die Westenergie, die Teil des Eon-Konzerns ist.

Daniel Dierich, der in Dinslaken geboren wurde, verweist auf EVB-Rekordergebnisse in den Jahren 2022 bis 2024. Für das laufende Jahr sei eine Steigerung des Ergebnisses um 20 Prozent geplant, heißt es in seinem Lebenslauf, der dem „Leverkusener Anzeiger“ vorliegt. Die EVB betreibt neben dem klassischen Versorgergeschäft für Strom und Gas auch Glasfasernetze, Wallboxen und dazu ein Auto-Ladenetz. Letzteres ist bei der EVL nicht so stark ausgeprägt: In Leverkusen setzt man vor allem auf die Siemens-Tochter Eze.

Zum derzeitigen Tätigkeitsfeld von Daniel Dierich gehören Führungspositionen bei der kleinen Beckumer Wohnungsgesellschaft, einer Batteriespeicher-Gesellschaft und einer weiteren Stadtwerke-Servicegesellschaft. Zwischen 2014 und 2017 war der Kandidat für die Energieversorgung Leverkusen außerdem Unternehmensberater in der Versorgungswirtschaft.