Die Bielertgemeinde richtete ein besonderes Mahl aus. Es ging nicht nur um die Schäden, sondern auch um die Hilfsbereitschaft.
OpladenEin White Dinner erinnert an das Hochwasser in Leverkusen

Auch eine Schweigeminute gab es beim White Dinner der Bielertgemeinde in Opladen.
Copyright: Jessy Schmidt
Ein ungewohnter Anblick bot sich am Samstag vor der Bielertkirche: Eine Tafel, lang genug, um einhundert Personen einen Platz zu bieten, stand mitten auf der Straße. Menschen in weißer Kleidung saßen daran. Auf den Tischen standen Vorratsdosen, Schüsseln, Kuchen und andere Leckereien. Vor dem Pfarrbüro saßen zwei Musiker mit Keyboard und Bass. An der Hauswand zeigten Bilder Fotos der Hochwasserkatastrophe vor fünf Jahren. Die Bielertgemeinde hatte zum White Dinner geladen.

Das Dinner bot Anlass für viele anregende Unterhaltungen.
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Fünf Jahre nach der großen Flut, in der sich die Wupper in ein reißendes Gewässer verwandelt und in Opladen enorme materielle Schäden verursacht hatte, erinnerte die Gemeinde an die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. In der Keller, Geschäfte und Unternehmen überall in der Innenstadt überflutet wurden und auch die Bielertkirche massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ein paar Kilometer stromaufwärts – in Leichlingen – war sogar ein Todesopfer zu beklagen. Der Mann war einer von 180 Menschen, die an der Ahr in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen ums Leben kamen. Doch – und das kam am Samstag ebenfalls zur Sprache – wurde, was zunächst wie ein Ende wirkte, über Nacht zu einem Neuanfang. Eine unglaubliche Hilfsbereitschaft flutete nun ebenfalls in die betroffenen Gebiete. Es sei ein Zusammenhalt und ein Miteinander entstanden, das bis heute anhält. Daran wollte die Bielertgemeinde mit dem White Dinner erinnern.