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Tag der offenen Tür„All-You-Can-Hear-Buffet“ an der Musik- und Kunstschule Leverkusen

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„All-You-Can-Hear“. Auf der Bühne vor der Sparkasse war immer was los.

„All-You-Can-Hear“. Auf der Bühne vor der Sparkasse war immer was los.

Die Musik- und Kunstschule steht angesichts geplanter Stellenkürzungen vor herausfordernden Zeiten.

Seit Anfang des Jahres gehören die Jugendkunstgruppen und die Musikschule der Stadt Leverkusen zusammen. Demnach war der Tag der offenen Tür am Wochenende der erste seit dem Zusammenschluss der beiden Institutionen. Dafür hatten sich die Organisationen ein „All-you-can-hear-Buffet“ ausgedacht, heißt: Die Bühne war immer voll. Die Tanzaufführunge, das Mini-Musical und weitere Beiträge der Musiikschülerinnen und Musikschüler reihten sich nahtlos aneinander.

Die jüngeren Besucherinnen und Besucher konnten malen oder Insturmente ausprobieren. Und: Wenn ihnen eines gefiel, konnten sie sich direkt für den Musikunterricht an der Friedrich-Ebert-Straße anmelden.

Zusammenlegung im Fokus

„Das ist etwas, was wir uns lange gewünscht haben, dass wir alle kulturellen Angebote in einem Haus haben“, sagt Matthias Fromageot, Leiter der Musik- und Kunstschule, über die Zusammenlegung. Das Team von Kunst- und Musiklehrkräften wolle gemeinsame Projekte entwickeln, so Fromageot. Er ergänzt, dass in der neuen Schule ganz viel kreatives Potenzial stecke. 

Auch für Niklas Linnemann, der seit elf Jahren Schlagzeug spielt und seit drei Jahren beim Musikschul-Blasorchester mitmacht, ist der Tag der offenen Tür ein festlicher Anlass. Das gemeinsame Musizieren und neue Leute kennenzulernen, gefalle ihm am meisten in seiner Musikschulzeit. Er findet, dass eine große Veranstaltung, wie der Tag der offenen Tür ein wichtiges Gemeinschaftsgefühl in der Musik- und Kunstschule erzeuge.

Finanzielle Schieflage bedroht Angebote

Die Musik- und Kunstschule ist aber auch von Kürzungen durch Einsparmaßnahmen bedroht. Es geht dem Entwurf der Beraterfirma PD nach um rund ein Drittel der Lehrstellen in den kommenden zehn Jahren. Dagegen hatte sich schon sichtbarer Protest in der Stadt geregt. Für Elternvertreterin Lena Oymanns ist das „ein fatales Zeichen für die Zukunft der Musikschule“. Wenn Lehrerstellen wegfielen, wären viele Angebote, die am Tag der offenen Tür hör- und sichtbar waren nicht mehr möglich, so Oymanns. 

Die Elternvertreterin ergänzt, das Fest zeige auf allen Ebenen, was die Institution möglich mache. Durch Einsparungen würde es zu längeren Wartezeiten für Instrumentalunterricht kommen und sogar einige Fachbereiche würden entfallen, erklärt Oymanns. 

Schulleiter Fromageot möchte auch keine Angebotskürzungen, da viele Angebote miteinander vernetzt sind. Wenn beim Blasorchester keine Trompete dabei ist, wäre das eine große Lücke, so der Leiter. Beim großen Fest aber denkt Fromageot nicht daran, was passieren würde, wenn es die Institution nicht gebe, sondern was ist und stattfindet, weil es sie gibt. 

Die Debatte um Kürzungen kommen auch bei der Schülerschaft an. Niklas Linnemann erzählt: „Ich fände es schade, wenn ein wichtiger Teil an Lehrkräften an dieser vielfältigen, klangvollen Musik- und Kunstschule wegfallen würden“ Er findet die Politik sende ein falsches Zeichen, in dem sie bei der Bildung der jungen Generation sparen möchte.