Verdi macht weiter Druck. Für Dienstag sind wiederum Fahrerinnen und Fahrer der Wupsi zum Streik aufgerufen.
TarifkonfliktAm Dienstag wieder Bus-Notfahrplan in Leverkusen

Am Dienstag wird wiederum längst nicht jeder Bus fahren. Erneut hat die Gewerkschaft zum Streik bei der Wupsi aufgerufen.
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Im Tarifstreit der kommunalen Nahverkehrsunternehmen geht es nicht voran. Verdi ruft nun auch in Leverkusen und Bergisch Gladbach erneut zum Streik auf. Am Dienstag sollen deshalb kaum noch Busse fahren.
Bei der Wupsi wird erneut ein Notfahrplan gelten. Zwei Drittel aller Busfahrten im Wupsi-Verbreitungsgebiet sollen aber stattfinden. Das teilt das Verkehrsunternehmen mit. Und falls möglich, sollen auf den stattfindenen Fahrten die Kapazitäten erhöht und Gelenkbusse eingesetzt werden. Was fährt und was nicht, ist auf der Internetseite der Wupsi zu erfahren. Das Kundencenter in Leverkusen ist wie gewohnt geöffnet, das in Bergisch Gladbach bleibt aber geschlossen. Wie bisher sind S-Bahnen und Regionalzüge vom Streik nicht betroffen.
Am Dienstag hatten sich der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft das letzte Mal in Bochum getroffen. Auch die zweite Tarifrunde wurde ohne Ergebnis beendet. „Ein Angebot der Arbeitgeberseite zu den Forderungen der Beschäftigten liegt weiterhin nicht vor“, so Tjark Sauer, Geschäftsführer im Verdi-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen. Vielmehr hätten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vorgelegt, etwa bei der Krankengeldregelung und den Zuschlägen für Nachtarbeit.
Arbeitsbedingungen im Fokus
„Feierabend mit der Hinhalte-Taktik und Verschlechterungsforderungen der Arbeitgeber. Sie vergiften das Klima in den Belegschaften“, so sieht es Sauers Kollegin Stephanie Pfeifer, Geschäftsführerin des Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. Die Gegenseite habe „offensichtlich keine Ahnung von den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr“. Die müssten sich verbessern, dazu gehörten angemessene Arbeits- und Ruhezeiten, sagt Pfeifer.
Im laufenden Tarifstreit geht es um die Bedingungen in mehr als 30 kommunalen Verkehrsunternehmen, in denen rund 30.000 Menschen beschäftigt sind. Verdi fordert unter anderem, die Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden zu senken bei vollem Lohnausgleich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Dienstag, 24. März, angesetzt.

