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Anwohnerin verärgertWie die Stadt Leverkusen wildem Müll beikommen will

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Leere Trinkpäckchenpackungen sind in einer Plastiktüte gesammelt.

Petra Albrecht hat sich die Mühe gemacht, die Trinkpäckchen, denen sie begegnet ist, zu sammeln.

Das Abfallvolumen durch Einwegverpackungen in öffentlichen Mülleimern steigt nach Ansicht der Stadt Leverkusen seit Jahren.

Einen Erklärungsansatz hat Petra Albrecht auch nicht. Aber es falle ihr halt immer wieder auf: Jugendliche, so vermutet sie, die leere Trinkpäckchen im gesamten Leverkusener Stadtgebiet herumliegen lassen. Egal, ob auf der Straße, auf Bürgersteigen und Wegen oder im Gebüsch – überall liege derzeit Müll von „Capri-Sun“ oder „Durstlöscher“ herum.

Beim Spazierengehen falle Petra Albrecht das auf. „Das ist nicht normal“, ärgert sie sich. Sie vermutet einen Hype unter Jugendlichen. „Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Trinkpäckchen von älteren Menschen getrunken werden.“ Das Ganze sei irgendwie verrückt.

Petra Albrecht sieht ohnehin ein Müll-Problem in Leverkusen: „Unsere Stadt müllt eh schon zu“, meint sie. Und dann komme noch das sehr auffällige Trinkpäckchen-Phänomen dazu. 

Leverkusen: Viel Müll in Parkanlagen

Dazu, dass derzeit auffällig viele Trinkpäckchen herumliegen, kann die Stadt Leverkusen auf Anfrage nichts sagen. Allerdings falle bei gutem Wetter zum Beispiel in Parkanlagen häufiger wilder Müll an, teilt Ariane Czerwon von der Pressestelle mit.

Die Avea leert unter anderem die Mülleimer in den Parkanlagen im Sommer mindestens einmal, meistens zweimal in der Woche und bei Bedarf. Insgesamt geht es um rund 1300 Mülleimer in städtischen Grünanlagen. „Nach Einschätzung des Fachbereichs Stadtgrün steigt das Abfallvolumen durch Einwegverpackungen et cetera tendenziell seit Jahren“, berichtet Czerwon.

Für das Leeren der Mülleimer in den Fußgängerzonen, Bushaltestellen und auf anderen städtischen Flächen sind die Technischen Betriebe Leverkusen zuständig. Einmal pro Werktag, außer samstags, leeren die Mitarbeitenden der Technischen Betriebe die Mülleimer in den Fußgängerzonen. Samstags kommen sie sogar zweimal, sonntags ebenfalls einmal, bei Veranstaltungen zweimal.

Leverkusen: Projekt des Jobcenters

Mülleimer an Bushaltestellen und sonstigen Flächen werden ein- bis dreimal in der Woche geleert, je nachdem, wie sie genutzt werden. 

Seit Februar 2020 versucht auch ein Team der „Job-Service Leverkusen Beschäftigungsförderung“ (JSL) dafür zu sorgen, die Radwege in Leverkusen zu verschönern: Das Team räumt Schmutz, Scherben und Müll an den Wegen und direkt drumherum weg. „172 Kilometer wurden bisher täglich befahren, seit Anfang dieses Jahres sind durch die Ausweitung des Streckengebiets weitere 129 Kilometer hinzugekommen“, so Arina Czerwon. Außerdem sei das Team auch auf Spielplätzen und anderen bekannten Müll-Hotspots tätig.