Der Vorjahresbetrag bei der Bayer-Auktion wurde fast verdoppelt.
32.000 Euro für ein WerkAuktion von Bayer-Kultur in Leverkusen erzielt Rekordergebnis

Geleitet von Auktionator Markus Eisenbeis kamen bei der Versteigerung von 89 ausgewählten Kunstwerken aus dem unternehmenseigenen Kunstbesitz der Bayer AG rund 50.000 Euro zusammen.
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Markus Eisenbeis versteht sein Geschäft. Natürlich. Er ist ja nun auch Auktionator. Ein hoch angesehener dazu, tätig beim eigenen Kölner Auktionshaus Van Ham. Indes: Es ist dann trotzdem immer wieder erheiternd, diesen Fakt verifiziert zu sehen, wenn er – mittlerweile regelmäßig einmal im Jahr – die Auktion der Bayer-Kultur im Erholungshaus leitet.
Dieses Mal, es ist das fünfte, beginnt er lächelnd und mit dem Hinweis an die Menschen im Saal, die gleich auf 89 ausgewählte Kunstwerke aus dem unternehmenseigenen Kunstbesitz bieten werden: „Haben Sie das schonmal gemacht? Falls nicht, müssen Sie sich nicht sorgen. Ich sage Ihnen dann gleich, was Sie jeweils bieten.“
Flott-herausfordernde Sprüche
Natürlich: Ganz so salopp und einfach geht es dann nicht. Schließlich liegt es am Ende ja doch an der persönlichen Entscheidung jedes Bieters oder jeder Bieterin, wie viel Geld da nun für ein Bild geboten wird. Aber: So ein bisschen hat Markus Eisenbeis die Leute vor ihm dann doch in der Hand und der Tasche. Mit flott-herausfordernden Sprüchen („Na, geht da noch was? Kommen Sie … beim nächsten Schritt ist es eine schöne Summe!“) und viel Charme („Sehen Sie. Das ist doch schön. Vielen Dank!“) holt er zweifelsohne immer mal wieder ein paar bis ein paar Hundert Euro raus.
Was nicht nur schön, sondern bei dieser Auktion ja auch wichtig ist, geht der Erlös aus der Auktion doch schon zum zweiten Mal nach 2022 an das Leverkusener Hospiz „Pallilev“ in Steinbüchel. Ein mehr als guter Zweck also. Und er wird besonders befeuert durch zweierlei. Da sind zum einen die Gebote für die großen Namen und Arbeiten – mitunter signierte Serigrafien und Lithografien von Marc Chagall oder Pablo Picasso oder Heliogravuren Salvador Dalís. Sie bewegen sich schnell weit über die 500-Euro-Marke hinaus und überschreiten gar die Schallmauer zwischen drei- und vierstelligen Beträgen.
Adolf Luthers Spiegelobjekt
Und zum anderen gibt es da ja noch dieses wirklich in jeder Hinsicht gewichtige Werk: das Spiegel- und Glasobjekt des 1990 verstorbenen Krefelder Künstlers Adolf Luther. Als Schätzpreis sind stolze 25.000 bis 30.000 Euro vermerkt. Am Ende geht es tatsächlich für 32.000 Euro weg. Was die Summe der Erlöse dieses Abends auf knapp 50.000 Euro schraubt.
Damit ist der Vorjahres-Betrag quasi verdoppelt worden. Bei den ersten drei Auktionen waren 37.000 Euro (2019) beziehungsweise jeweils 20.000 Euro (2020 und 2021) zusammengekommen, seinerzeit jedoch noch für den Ankauf junger Kunst für die Bayer-Artothek verwendet worden.

Das Spiegel-Glasobjekt des Krefelder Licht- und Objektkünstlers Adolf Luther erzielte bei der Auktion einen Erlös von 32.000 Euro, worüber sich freuten (v.l.): Thomas Helfrich als Leiter der Bayer-Kultur, Christoph Meyer zu Berstenhorst als Leiter des Hospizes und Auktionator Markus Eisenbeis.
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Das Geld aus diesem Jahr, sagt Pallilev-Leiter Christoph Meyer zu Berstenhorst am Ende beim Fototermin vor Luthers teurer Arbeit, soll in Duschstühle, Klangschalen und Aufricht-Hilfen für die im Hospiz betreuten Menschen investiert werden.
Die Freude über den Geldsegen ist sowohl ihm als auch der stellvertretenden Vorsitzenden des „Pallilev“-Fördervereins, Marianne Müller, anzusehen und anzuhören. „Unser Ziel ist es schließlich, uns jeden Tag neu auf die besonderen Bedürfnisse und die individuelle Krankheitssituation jedes Gastes einzustellen“, sagt Meyer zu Berstenhorst. Und dieses Geld helfe dabei enorm. Gerade vor dem Hintergrund, dass, so ergänzt Müller, „die immer noch hohen Lebenshaltungs- und Energiekosten und weiterhin zusetzen“.
