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NachrufDie Leverkusenerin Irmgard von Styp ist gestorben

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Irmgard von Styp-Rekowski erhält das Bundesverdienstkreuz Bild: Ralf Krieger

Irmgard von Styp-Rekowski hört 2025 im Spiegelsaal einem Redner zu. Sie starb am 9. Februar.

Die unermüdliche Bürriger Persönlichkeit ist tot. Sie wurde 86 Jahre alt.

Die Bürrigerin Irmgard von Styp-Rekowski ist am Montag, 9. Februar 2026, plötzlich und unerwartet gestorben. Die Leverkusener kannten sie als Ratspolitikerin, als engagierte Frau für ihren Stadtteil, als bescheidene Persönlichkeit der Stadtgesellschaft, aber besonders auch als unermüdliche Unterstützerin des Vereins „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“. Seit den frühen 1980er-Jahren sammelten sie und ihre Mitstreiterinnen unermüdlich Geld für den Verein, der krebskranke Kinder und ihre Angehörigen unterstützt oder medizinische Geräte fürs Klinikum oder die Kölner Kinderonkologie mitfinanziert. 1987 war sie eine der Mitbegründerinnen des Vereins, der über drei Millionen Euro für diesen ganz besonderen guten Zweck eingesammelt hat.

Irmgard von Styp war von 1984 bis 2020 für die CDU Ratsmitglied in Leverkusen. Die meiste Zeit davon war sie auch in verantwortlichen Positionen in der Bezirksvertretung II und in der Frauen-Union tätig.

Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

Im Sommer 2024 erhielt sie im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ihr Parteifreund, der ehemalige Oberbürgermeister Paul Hebbel, nannte sie eine verlässliche Frau, sie sei in jeder Hinsicht beständig: „Was Irmgard von Styp verspricht, das hält sie auch.“

Den Karneval mochte Irmgard von Styp, sie war Mitglied bei Fidelio Manfort. 

Sie war ganz sicher eine der geradlinigen Persönlichkeiten der Stadt. Wer öffentlich schlechte Manieren anderen gegenüber zeigte, den konnte sie links liegen lassen, und sei er auch ein Oberbürgermeister, egal von welcher Partei. Sie hatte ihren Kopf. Andererseits konnte sie viel Herzenswärme ausstrahlen; unerwartet konnte man in ihr Bürriger Häuschen mit Blick auf den Dhünndeich gerufen werden, um Kuchen zu essen. Ein Parteifreund nannte sie mal „Mutter der Kompanie“.

Irmgard von Styp-Rekowski wurde am 23. Juli 1939 in Wiesdorf geboren, „im Wöchnerinnenheim“, wie sie mal in schönster rheinischer Sprachfärbung betonte. Beerdigt wird sie am Donnerstag, 26. Februar, um 11 Uhr auf dem Friedhof Reuschenberg. Zuvor werden um 9.30 Uhr in ihrer Heimatkirche Sankt Stephanus die Exequien gehalten.