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Rosenmontagszug HennefAuf neuer Strecke ging es flüssig in die Frankfurter Straße rein

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Der Rosenmontagszug in Hennef ging dieses Mal auf neuer Strecke, nicht mehr über den Bahnübergang von der Warth zur Frankfurter Straße.

Der Rosenmontagszug in Hennef ging dieses Mal auf neuer Strecke, nicht mehr über den Bahnübergang von der Warth zur Frankfurter Straße.

Rund 1800 Teilnehmende zogen durch die Innenstadt nach Geistingen, Tausende Jecke jubelten ihnen zu.

Jahrzehnte hat es gedauert, jetzt war es erstmals so weit. Der Hennefer Rosenmontagszug querte nicht mehr den Bahnübergang, immer wieder unterbrochen vom Zugverkehr, sondern stellte sich auf der Straße An der Brölbahn auf. „Wir erhoffen uns davon einen deutlich flüssigeren und harmonischeren Ablauf“, erklärte Zugleiter Florian Grell die lang erhoffte Innovation.

Wir erhoffen uns davon einen deutlich flüssigeren und harmonischeren Ablauf.
Florian Grell, Zugleiter

Rund 1800 Teilnehmende schickte er auf de Reise durch die Innenstadt, angetreten in 37 Gruppen. Flüssig lief's, als es denn lief. Denn es gab einen verspäteten Start. Ein Autofahrer wollte an der Frankfurter Straße seinen Wagen partout nicht wegsetzen. Also entschieden Ordnungsdienst, unterstützt vom Baubetriebshof, zur Gefahrenabwehr das Fahrzeug mit Sandsäcken zuzusetzen. Erst als der Radlader vom Zugweg runter war, konnte Grell den ersehnten Startschuss geben.

Prinzessin Renate I. und Prinz Uli. nahmen die Parade der organisierten Jecken ab.

Prinzessin Renate I. und Prinz Uli. nahmen die Parade der organisierten Jecken ab.

Ein bisschen litt der Blick auf die bunten, fantasievollen Kostüme unter den transparenten Regenponchos, dem Spaß tat's indes keinen Abbruch. Alle mussten sie vorbei am Prinzenpaar, Uli I. und Renate I., die auf ihrem Prunkwagen am Eingang zur Frankfurter Straße die Parade der organisierten Närrinnen  und Narren abnahmen. Den Anfang machten die 1. Hennefer Stadtsoldaten: „Mir dun et för Hennef und de Fasteleer“, in Anlehnung ans Kölner Motto.

Kamelle statt Krawall hieß der Appell von St. Ansgar aus Hapeprschoß

Ihr Mottowagen war nichts weniger als ein veritables Raumschiff, Enterprise lässt grüßen. Ein schönes Signal schickte die CJG St. Ansgar aus Happerschoß mit ihrem friedlichen Appell „Kamelle statt Krawall“. Die evangelische Kirchengemeinde hielt die Regenbogenfahne hoch.

Die Dörflis brachten einen Ozean der guten Laune mit.

Die Dörflis brachten einen Ozean der guten Laune mit.

Der Geistinger Block war groß, von Garde über Schmetterlinge bis zur Großen Geistinger KG, die den Karneval in Venedig an die Sieg holen. Zwischendrin holte die Fidele Flotte die Tiefsee ans Licht, ein Meer von Seifenblasen begleitete sie. Die Geistinger Schmetterlinge bildeten eine riesige Clownsgruppe, die Happerschosser Murre-Büch steuerten dazu bei „Clowns - das Leben muss bunter werden“.

Die Sportler waren im Zug mit mehreren Vereinen stark vertreten

Die wohl aufwendigste Fußgruppe waren Fox and friends, sie trugen große Ballons á la Montgolfier über ihren Köpfen, ein tolles Bild. Flamingo Darts, Handballer vom HTV, der SV Allner-Bödingen, FC Hennef - die Sportler waren stark vertreten Einen Ozean der guten Laune verbreiteten die Dörflis mit ihren blaudominierten Kostümen. Die Sieg Reha dagegen schon ein Skelett auf ihrem Wagen mit.

Als Clowns kamen die  Geistnger Schmetterlinge daher.

Als Clowns kamen die  Geistnger Schmetterlinge daher.

Noch einen Zug durfte das Bröler Prinzenpaar erleben, genau wie das Sövener Kinderprinzenpaar. Moritz und Lea hatten sich gegen den Regen in ihrem Wagen eingemummelt, ein süßes Bild. Die 1. Hennefer KG in ihren Cowboygewandungen hatten den Kreisdechanten Hans-Josef Lahr dabei, der immer wieder einen Wanted-Rahmen vors Gesicht hielt, das passte gut zu den Dia de los Naaksühlos mit ihren Totenmasken. Und am Ende, natürlich, geleitete die KG Quer durch de Waat das Prinzenpaar bis nach Geistingen.

Das Sövener Kinderprinzenpaar hatte sich in seinem Wagen vor den Wetterunbillen in Schutz gebracht.

Das Sövener Kinderprinzenpaar hatte sich in seinem Wagen vor den Wetterunbillen in Schutz gebracht.