Der Hitdorfer CDU-Chef Joshua Kraski will endlich etwas gegen den Autoverkehr im Leverkusener Viertel erreichen.
Unzufriedenheit mit VerwaltungCDU-Politiker wünscht sich weniger Autoverkehr in Hitdorf

Joshua Kraski wünscht sich weniger Verkehr.
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Eigentlich ist es eher ein kleiner Hilfeschrei, weshalb der Hitdorfer Joshua Kraski die Presse zu einem Gespräch bittet. Sein Anliegen: Die Verwaltung soll sich bitte endlich auch mit den Verkehrsproblemen in Hitdorf beschäftigen, wenigstens die schon beschlossenen Dinge umsetzen.
Streng genommen ist das Verkehrsproblem ein ausschließliches Autoproblem, das der Jungpolitiker aus der meist autofreundlichen CDU im nördlichen Leverkusener Stadtteil ausgemacht hat. Nicht nur, dass in Hitdorf insgesamt zu viel Auto gefahren werde. Es wird bald wieder akut, wenn die Schule wieder begonnen hat: Wenn die Eltern morgens wieder die Straßen in der Schulumgebung verstopfen. Es sind die üblichen Verquälungen, mit denen jedes Schulviertel zu kämpfen hat.
Hitdorf: Runder-Tisch-Teilnehmer mögen die vielen Autos nicht
Kraski hat einen runden Tisch veranstaltet, ein Bürger- und Vereinsforum, bei dem man eine Verantwortung der Verwaltung ausgemacht hat. Längst könnte es vor den Grundschulen auf der Lohrstraße, in der morgens bevorzugt die Elterntaxis halten, eine Fahrradstraße geben. Bisher ist nichts geschehen. Auf der Widdauener Straße soll eine Haltebucht für die Bring- und Abholvorgänge eingerichtet werden – davon ist noch nichts zu sehen. Im weiteren Umfeld soll die Verwaltung eine Einbahn-Regelung für den ganzen Ort prüfen, um den Autoverkehr insgesamt zu reduzieren.
Das alles dauert dem 21-jährigen Kraski viel zu lange: „Die Verwaltung sagt uns, dass sie Zeit braucht.“ Er selbst und die Grundschullehrer hätten sich in dieser Sache schon mächtig engagiert, da wünscht sich der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Unterstützung von der Verwaltung. Die soll eine Kampagne anstoßen, die sich an die Eltern richtet, die schließlich das eigentliche Problem verursachen. Das sei eines der Ergebnisse des runden Tischs. „In Hitdorf müsste kein Kind mit dem Auto gebracht werden“, sagt Kraski.
Leverkusen: Neues Ungemacht droht
Dass ganz sicher neues verkehrliches Ungemach wegen der beschlossenen großen Kita auf dem Feld an der Weinhäuserstraße droht, ist Kraski auch bewusst. Er findet, dass die Kita, die Kraskis Parteifreund Gernot Paeschke bauen wird, – nicht am Ortseingang gegenüber Mazda, sondern im Hinterland von Hitdorf – an der falschen Stelle beschlossen wurde.
Zu wenige kleinere barrierefreie Wohnungen in Hitdorf: Damit ist ein zweiter Themenkomplex grob umschrieben, der den Teilnehmern beim Brainstorming am runden Tisch aufstößt. Dass dafür die Baupolitik der vergangenen Jahrzehnte ursächlich ist, ist auch Kraski klar. Nicht jeder, der sich in Hitdorf eines der Reihenhäuschen am Ortsrand zugelegt hat, möchte oder kann darin alt werden. Eine Lösung ist da wohl nur im Kleinen in Sicht. Dass oft Profitinteressen hinter solchen Entwicklungen stecken, dem will Kraski zumindest nicht widersprechen.
Es sei Zeit für ein neues Bürgerforum in Hitdorf, findet der Politiker. Denn dass Bürgerwillen durchaus etwas erreichen könne, habe der Kampf gegen das Monheimer Gewerbegebiet am Ortsrand gezeigt. Das konnte zwar nicht ganz verhindert werden. Es fällt nach den Hitdorfer Einsprüchen aber um acht Hektar kleiner aus. „Wir haben einen Erfolg erzielt“, sagt Kraski, „obwohl mir die Parteifreunde vorher gesagt hatten, dass der Kampf aussichtslos sei“.
