Insgesamt seien derzeit acht Werke extern eingelagert, heißt es aus dem Rathaus.
KulturCDU Leverkusen will Klarheit über eingelagerte Kunstwerke

Das Kunstwerk Aquamobil stand früher vor dem Rathaus, heute ist es eingelagert. (Archivbild)
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Die CDU Leverkusen bringt ein immer mal wieder diskutiertes Thema in der Stadt erneut auf den Tisch: die Einlagerung von Kunstwerken und die damit verbundenen Kosten. Grundlage ihres Antrags ist eine Liste mit extern gelagerten Kunstwerken, die bei den Christdemokraten zu Fragen geführt hat. Die Auswertung dieser Liste „offenbart einen Zustand, der aus haushalterischer wie auch aus kulturpolitischer Sicht dringenden Handlungsbedarf erfordert“, schreibt die Fraktion.
Es zeige sich, dass für relativ viel Geld „substanziell städtische Mittel“ für die Einlagerung ausgegeben würden. Und zwar auch für Objekte, die schon beschädigt oder zerstört seien. Dass dafür Steuergelder verwendet würden, müsse kritisch hinterfragt werden, heißt es im Antrag. Die CDU will daher wissen, ob bei zerstörten Objekten Versicherungen greifen oder womöglich noch Regressforderungen zu befürchten seien.
Die CDU fordert zudem „eine fundierte fachliche Einschätzung der Fachverwaltung zum konservatorischen Zustand, zur kunsthistorischen Bedeutung und zum materiellen wie immateriellen Wert der betroffenen Objekte“. Externe Einlagerungen müssten das letzte Mittel sein, finden die Christdemokraten. Die Verwaltung soll prüfen, ob es nicht noch mehr städtische Räume gibt, die man nutzen könne. Und grundsätzlich, so die Fraktion, dürfe das Verwalten der Objekte im Depot nicht das Ziel sein.
CDU vermisst bestimmtes Kunstwerk auf der Liste
„Es soll darüber hinaus geprüft werden, ob Kunstobjekte auf weiteren Wegen den Leverkusener Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht werden können. Die Kunst soll zu den Menschen kommen“, finden die Christdemokraten. Sie können sich vorstellen, Werke zu verleihen. Grundsätzlich wolle man ein Konzept dazu, „wie intakte Kunstwerke wieder im öffentlichen Raum, in städtischen Gebäuden oder beispielsweise in Bildungseinrichtungen präsentiert werden können“.
Zudem vermisst die CDU in der vorgelegten Liste das Glasfenster „Die Rose“ von Paul Weigmann. Das sei im April 2022 aus dem ehemaligen Bahnhofsgebäude in Wiesdorf ausgebaut und anschließend bei einer Fachfirma kostenfrei eingelagert worden.
Der städtische Kulturchef Arthur Horváth teilt auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mit, dass die CDU damit offene Türen in seiner Abteilung einrenne. Man sei an dem Thema ohnehin dran, sagt Horváth. Der Kulturverwaltung seien acht Objekte bekannt, die derzeit eingelagert seien. Teilweise verursache das Kosten, teilweise aber auch nicht, wenn sie in städtischen Gebäuden eingelagert seien.
