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Radweg in LeverkusenDhünnbrücke in Hummelsheim soll neu gebaut werden

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Auch von Pferden wird die Dhünbrücke in Hummelsheim genutzt

Auch von Pferden wird die Dhünbrücke in Hummelsheim genutzt

1,15 Millionen Euro soll der Neubau einer Stahlbetonkonstruktion kosten.

Einen tatsächlichen Namen scheint das Bauwerk nicht zu haben: Bei der Stadt läuft die Brücke unter der Bezeichnung W002, im Volksmund ist sie die Brücke am Hummelsheimer Hof. Dennoch will die Stadt – auch mithilfe einer Landesförderung – viel Geld in das Bauwerk aus dem Jahr 1962 stecken. Ab 2028 soll die alte Brücke abgerissen und durch eine neue Stahlbetonkonstruktion ersetzt werden. Die Bauzeit soll etwa zwölf Monate betragen. Die Kosten werden derzeit auf rund 1,15 Millionen Euro geschätzt. 

Radverbindung von Leverkusen nach Bergisch Gladbach

Genutzt wird die Brücke als Fuß-, Rad-, Pferde- und  Wirtschaftsweg, auch als Verbindung zwischen Leverkusen und Bergisch Gladbach. Die bestehende Brücke ist eine Stahlkonstruktion mit Holzbelag. Nach Angaben der Stadt seien sowohl der hölzerne Überbau als auch die Stahlträger altersbedingt erheblich geschädigt. Ein Prüfbericht aus dem Jahr 2023 empfiehlt deshalb einen Neubau, eine Sanierung sei wirtschaftlich nicht sinnvoll. Der Neubau soll ein Halbrahmenbauwerk aus Stahlbeton ohne Mittelstützen werden. Das soll langlebiger und weniger pflegeaufwändig sein. 

Die Höhe der Brücke soll unverändert bleiben und so auch einem möglichen künftigen Hochwasser standhalten.

Die Höhe der Brücke soll unverändert bleiben und so auch einem möglichen künftigen Hochwasser standhalten.

Die neue Konstruktion kann entweder an gleicher Stelle oder neben dem heutigen Bauwerk errichtet werden. Welche Variante umgesetzt wird, soll im weiteren Planungsverfahren festgelegt werden, das der Stadtbezirk III in seiner Sitzung am 1. Oktober beschließen soll. Die Höhe soll beibehalten werden, sie sei so bemessen, dass ein hundertjähriges Hochwasser schadlos unter dem Bauwerk abfließen kann. Das war wohl auch beim verheerenden Dhünnhochwasser 2021 der Fall: Im Bereich der Brücke ist die Dhünn über die Ufer getreten und über Felder Richtung Schlebusch geflossen, die Brücke selbst war vom Hochwasser demnach nicht betroffen. 

Bau frühestens ab 2028

Der Zeitplan sieht vor, dass nach erfolgreichem politischen Beschluss die Planungsleistungen im Dezember 2026 vergeben werden sollen. Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie Ausführungsplanung sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Anfang 2028 könnte der Baubeschluss gefasst werden. Nach erfolgreicher Ausschreibung und Vergabe soll die eigentliche Bauphase von Juli 2028 bis Juli 2029 dauern.

Die geschätzten Kosten von rund 1,15 Millionen Euro sollen zu 70 Prozent aus den Förderrichtlinien Nahmobilität finanziert werden. Vor dem Bau  stehen also noch viele Fragezeichen: Zum einen die Bereitstellung der Haushaltsmittel, die Zustimmung der Grundstückseigentümer, deren Flächen zur Lagerung von Baumaterialien benötigt werden, und die notwendigen wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen.