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PremiereHitdorfer Kostümbörse bringt Karnevalsstimmung nach Leverkusen

Selbstgenähtes war besonders begehrt in der Stadthalle Hitdorf. Auch die Leverkusener Tafel profitierte.

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Christine Klaue an einem Stand bei der ersten Hitdorfer Kostümbörse

An einem der 28 Stände konnten Kostüme gespendet werden. Der Erlös geht an die Leverkusener Tafel. Auch das hat Christine Klaue organisiert.

Die Session steht kurz bevor, der Termin war also gut gewählt für die „1. Hitdorfer Kreativ- und Kostümbörse“ am Sonntagnachmittag in der Stadthalle. Dort konnten Besucher gebrauchte und handgemachte Karnevalskostüme erwerben. Um einen eigenen Stand öffnen zu dürfen, meldeten sich Interessierte im Vorhinein an. Die Gebühr dafür betrug fünf Euro nebst einem selbst gebackenen Kuchen für die Cafeteria.

An 28 Ständen wurden dann Kostüme verkauft – hauptsächlich für den Karneval, teilweise aber auch für Halloween und Dirndl. Einige kamen vom Karnevalsfachgeschäft Deiters, aber es gab auch handgenähte und gebastelte Kostüme.

An Bastelständen konnten Besucher außerdem ihr eigenes Kostüm oder Accessoire basteln, während im Hintergrund kölsche Musikhits liefen. Der Verein „Leben in Hitdorf“ hatte die Veranstaltung organisiert. „Wir wollten mit der Veranstaltung Kreativität, Geselligkeit und Nachhaltigkeit miteinander kombinieren“, so Christine Klaue, Ideengeberin und Hauptorganisatorin der Kostümbörse.

Spenden an Leverkusener Tafel

Sie ist seit vier Jahren Mitglied bei „Leben in Hitdorf“ und hat nun ihre erste Veranstaltung für den Verein realisiert. „Viele Menschen stecken so viel Liebe, Aufmerksamkeit und Herzblut in ihre Kostüme und dann liegen die Kostüme aber doch nur im Keller. Das ist zu schade“, findet sie. Besonders gefreut hat sich Klaue darüber, dass die Besucher die Arbeit, die in den handgemachten Kostümen steckt, wertgeschätzt haben und bereit waren, faire Preise dafür zu bezahlen. Sie hat nicht nur einige ihrer alten Kostüme verkaufen können, sondern ist auch selbst fündig geworden.

Die Kostümbörse verfügte außerdem über eine gemeinnützige Komponente: An einem der Stände konnten Besucher ein Kostüm zur Spende abgeben. Der Erlös geht an die Leverkusener Tafel. „Ich habe das Geld noch nicht gezählt, aber ich schätze, dass wir mehrere Hundert Euro an die Tafel spenden können werden“, freut sich Christine Klaue.

Mascha Kürten hat an ihrem Stand alte Karnevalskostüme von sich und ihrer Familie verkauft. „Das ist wie mit den Klamotten im Kleiderschrank. Wenn man merkt, dass man etwas seit Jahren nicht getragen hat, sollte man es verkaufen, um Platz für Neues zu schaffen“, findet sie.

Wenige Familien wegen der Schulferien

Die Kostümbörse war gut besucht, vor allem in den ersten Stunden. Aufgrund der Ferienzeit kamen allerdings wenige Familien mit kleinen Kindern, weshalb die Kinderkostüme nicht so gut weggingen wie der Rest. Gegen eine Spende konnten Besucher außerdem Kaffee und Kuchen kaufen.

Mascha Kürtens Standpartnerin Brigitta Seidel verkaufte selbst gemachte Hüte und Haarreifen. Unter anderem einen Zylinder, den sie aus einem Früh-Kölsch-Fass gefertigt hat. Der Kölsch-Zylinder wurde mit passendem Haarreif direkt als erstes verkauft. „Brigitta verwendet für ihre Produkte alles, was heißklebepistolentauglich ist“, sagt ihr Mann und lacht.