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KulturEwald Arenz eröffnet deutsch-niederländisches Literaturfestival in Leverkusen

2 min
„Fünf, sechs, sieben, acht“ heißt der neue Roman von Ewald Arenz.

„Fünf, sechs, sieben, acht“ heißt der neue Roman von Ewald Arenz.

Weitere Autoren sind Nora Gomringer und Joël Broekaert.

Vor zehn oder sogar vor zwanzig Jahren hätte er den Roman so nicht schreiben können. Da ist sich Ewald Arenz sicher. Denn der Bestsellerautor ist inzwischen sechzig Jahre alt. Und in seinem neuesten, gerade mal zwei Wochen alten Roman „Fünf, sechs, sieben, acht“ geht es um Anton, einen sechzigjährigen Stepptänzer, der sich Gedanken macht, wie viel er in seinem Job, in dem er auf seinen Körper angewiesen ist, noch machen könne, beschreibt der Autor im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“.

Mit seiner Geschichte übers Altern und die Auseinandersetzung damit macht Arenz den Auftakt des deutsch-niederländischen Literaturfestivals, das am Samstag, 4. Juli, beginnt. „Das Gesamtwerk ist auch immer ein Spiegel der Befindlichkeiten des Autors“, erklärt Arenz. In „Fünf, sechs, sieben, acht“ will Anton einen neuen Job als Choreograf antreten, aber ihm wird eine junge Frau vorgezogen – und dann auch noch seine Tochter Emma.

Der Roman hat laut dem Autor also zwei Ebenen, die miteinander verwoben werden. Die der Auseinandersetzung mit dem Alter und die der Familie. Und ohne einander funktioniere die Geschichte nicht so, wie sie es soll. Denn: „Der familiäre Konflikt ist auch ein gesellschaftlicher Konflikt.“ Er stehe für das Alter, sie für die Jugend. Ein Spannungsfeld, das sich erweitert durch den Zwist, in dem sich der Vater Anton befindet. „Denn genau das will man ja für seine Kinder.“

Gleichzeitig stellt sich für den Protagonisten die Frage, ob er sein Leben richtig gelebt habe. Sein Berufsleben, denn der Großteil davon ist vorbei. Aber auch das private, denn das Verhältnis zu Emma ist schwierig. Dennoch sei „Fünf, sechs, sieben, acht“ ein positives Buch, sagt Arenz. Er empfiehlt seine Lesung allen, „denen Literatur Spaß macht“: Samstag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Kulturausbesserungswerk (KAW), Kolberger Straße 95a. Karten (zwölf Euro/ermäßigt sechs) gibt es unter literarischer-sommer.eu.


Das weitere Programm

Dienstag, 18. August, 19.30 Uhr, Gartenlesung in der Reuschenberger Straße 5, Nora Gomringer: „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“.

Mittwoch, 24. August, 19.30 Uhr, Sensenhammer, Joël Broekaert: „Die Weltgeschichte in zwölf Bohnen“.