Menschen aus mehr als 150 Nationen leben in Leverkusen. Beim Festival der Kulturen wird sichtbar, wie gelebte Vielfalt funktioniert.
Festival im Leverkusener Neulandpark„Was können wir gemeinsam erreichen?“

„Ich finde es wichtig, dass wir in der aktuellen Zeit zusammenhalten und zeigen, wie wichtig eine multikulturelle Gesellschaft ist.“, sagt Ashanti Koneswaran.
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Die Hände von Ashanti Koneswaran gleiten durch die Luft, jede Bewegung hat eine Bedeutung. Vor der Bühne im Neulandpark verfolgen zahlreiche Menschen ihren Auftritt. „Der Titel des Liedes bedeutet übersetzt: Komm tanz mit mir“, erklärt die 35-Jährige. Zunächst tanzt sie allein im indisch-klassischen Bollywoodstil, später gemeinsam mit ihren Schülerinnen.
„Jede Handbewegung erzählt eine Geschichte“, sagt sie. Früher seien auf diese Weise Nachrichten und Erzählungen weitergegeben worden. Tanz sei Kommunikation. „Ich habe das Publikum aufgefordert, mit mir zu tanzen und Spaß zu haben“, sagt sie. Für die gebürtige Leverkusenerin, die heute am Niederrhein lebt, ist Kultur ein Mittel, Menschen miteinander zu verbinden. „Ich finde es wichtig, dass wir in der aktuellen Zeit zusammenhalten und zeigen, wie wichtig eine multikulturelle Gesellschaft ist. Es ist schön, Kunst miteinander zu teilen.“ Nach dem Auftritt fallen sich ihre Schülerinnen strahlend in die Arme.
In den Dialog treten
Interlev, die internationale Liste Leverkusen, hat zum Festival der Kulturen eingeladen. Im Neulandpark präsentieren Vereine und Initiativen ihre Traditionen, ihre Kultur und ihre Küche. Der Duft würziger Leckereien zieht über das Gelände, auf der Bühne wechseln sich Tanz- und Musikgruppen ab. Für Sam Kofi Nyantakyi, Vorstandsmitglied der Vereinigung Inter-Lev, ist der Austausch miteinander die Idee hinter der Veranstaltung. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam in den Dialog treten. Die Frage soll nicht heißen: Wo kommst du her, sondern was können wir gemeinsam erreichen?“, sagt er. Das Festival solle sichtbar machen, dass Integration in Leverkusen gelinge. Mit dem Besucherzuspruch zeigt er sich zufrieden. Auch die Unterstützung durch die Stadt lobt er. Herausfordernd bleibe dagegen die Suche nach Sponsoren.

Menschen aus mehr als 150 Nationen leben in Leverkusen. Beim Festival der Kulturen wird sichtbar, wie gelebte Vielfalt funktioniert.
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Beim italienischen Familienverein A.F.I.L. werden Snacks angeboten. Vizepräsidentin Regina Guarnuto blickt zufrieden über das Gelände. „Mir haben die Tanzauftritte sehr gut gefallen. Die Stimmung heute ist einfach ganz toll“, sagt sie.

A.F.I.L. der italienische Familienverein ist schon seit vielen Jahren regelmäßig beim Festival der Kulturen dabei.
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Zu den Gästen zählt auch Karl Lauterbach. Der SPD- Bundestagsabgeordnete besucht das Festival nach eigenen Angaben seit vielen Jahren regelmäßig. „Ich denke, dass das Thema Vielfalt und Toleranz in Leverkusen sehr viel besser funktioniert als in vielen anderen Städten“, sagt er. Besonders hoffnungsvoll stimme ihn, dass Menschen aus 150 Nationen friedlich in der Stadt zusammenlebten.

Karl Lauterbach und Sam Kofi Nyantakyi freuen sich über den großen Zuspruch beim Festival der Kulturen.
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„Das ist etwas, worauf die Stadt stolz sein kann.“ Warum das Miteinander funktioniere, führt Lauterbach auf mehrere Faktoren zurück. Er nennt den Integrationsrat, Interlev, die Arbeit zahlreicher Vereine sowie die Unterstützung demokratischer Parteien. „Das ist kein Thema für spaltende Wahlkämpfe oder dergleichen“, sagt er. Während seines Rundgangs habe er an zahlreichen Ständen Snacks probiert. Besonders gut geschmeckt hätten ihm Samosas, mit Gemüse gefüllte indische Teigtaschen.
