Es sind zwar nur zwei Kilometer vom Hauptstandort der Hugo-Kükelhaus-Schule (HKS) an der Elisabeth-von-Thadden-Straße zu dem Containerstandort Im Bühl in Schlebusch. Und doch reicht die Entfernung, um die Schulgemeinschaft voneinander zu trennen. So ist es auf den vielen Schildern zu lesen, die HKS-Schülerinnen und -Schüler mitgebracht hatten: „Eine Schule – alle zusammen“, zum Beispiel.

Die Gemeinschaft der Hugo-Kükelhaus-Schule nutzte ihren Wandertag, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Schülerinnen und Schüler noch immer an zwei Standorten unterrichtet werden.
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Etwa auf halbem Weg, an der Gezelinkapelle, hatte sich die Schulgemeinschaft zum Beginn ihres Wandertags getroffen. Der diente in diesem Jahr aber nicht nur dazu, in Bewegung zu kommen, sondern auch, um der Unzufriedenheit der Schulgemeinschaft Ausdruck zu verleihen.

Der Hauptstandort der Hugo-Kükelhaus-Schule
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Seit 2020 wird ein Teil der Schülerinnen und Schüler in den Containern in Schlebusch unterrichtet, weil die Schule viel zu klein ist. Inzwischen würden in Im Bühl mit 117 Kindern und Jugendlichen sogar mehr unterrichtet als in Alkenrath (100). Schulleiter Stefan Esser bezeichnet den Alternativstandort als „absolutes Provisorium“. Unter anderem gebe es kein richtiges Außengelände. Mit vier Klassen habe man angefangen, dann fünf, dann sechs, jetzt neun: Teile der Mittelstufe, die Oberstufe und die Berufspraxisstufe.
Im eigentlichen HKS-Gebäude werden ebenfalls neun Klassen unterrichtet: die Primarstufe, also die Klassen eins bis vier, sowie zwei Klassen der Mittelstufe. Die sei „zerrissen“, sagt Esser. Den Kontakt zwischen beiden Schulstandorten müsse man schon aktiv herbeiführen, sagt der Leiter über seine Schulgemeinschaft. Einfach so passiere das nicht. Das sei alleine schon schwierig, weil die Schülerinnen und Schüler der Förderschule häufig unterschiedliche Bedürfnisse hätten.

Der Teilstandort
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Der dringend nötige Ausbau des Hauptstandorts, der seit 2009 geplant wird, hängt aktuell mit der noch zu gründenden Schulbaugesellschaft Leverkusen unter dem Dach der Leverkusener Immobiliengesellschaft (Levi) zusammen. Die Gründung der Gesellschaft hat der Rat im Sommer vergangenen Jahres zwar beschlossen, aber die Levi kann den Beschluss nicht umsetzen, weil die Stadtkasse das nicht hergibt. Der Ausbau liegt im Grunde also auf Eis.

Stefan Esser, Schulleiter der HKS Leverkusen
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Das sei der Stadt auch bewusst, gibt sich der Schulleiter versöhnlich in Richtung Verwaltung. Trotzdem ist es für ihn und die gesamte Schule unbefriedigend, dass nichts passiere. Denn es sei klar: „Wir gehören zusammen, wir sind eine Schule.“
Das machte auch ein Puzzle deutlich, das die Schülerinnen und Schüler aus 18 Teilen zusammengesetzt haben, eines für jede Klasse. „Wir gehören zusammen, alle unter einem Dach“, ergibt der zusammengepuzzelte Spruch.
Von der Gezellinkapelle aus machte sich die Schulgemeinschaft schließlich wieder auf, die Kinder und Jugendlichen sollten Bewegungsaufgaben erfüllen, die fotografiert und später als Erinnerung festgehalten werden. Aber alles auf getrennten Wegen. Zurück zum jeweiligen Standort.

