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ChemieFranziska Brantner bestaunt Fortschritte bei Bio-Anilin in Leverkusen

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Grünen-Chefin Franziska Brantner im Bio-Anilin-Labor von Covestro

Franziska Brantner (rechts) lässt sich in Covestros Bio-Anilin-Labor von Lena Schaffert, Expertin für Biotechnologie, den neuartigen Prozess erklären, mit dem der Grundstoff aus Biomasse hergestellt wird.

Grünen-Politikerin sah sich im Biotech-Zentrum von Covestro um.

Wie kann Chemie grüner werden? Dieser Frage ist jetzt Franziska Brantner bei Covestro nachgegangen. Die Bundesvorsitzende der Grünen hat sich unter anderem im Biotechnologie-Zentrum des Kunststoffkonzerns umgeschaut. Dort wird an Anilin aus nachwachsenden Rohstoffen geforscht und der wichtige Grundstoff im Pilotmaßstab hergestellt. Er ist Bestandteil von MDI (Methylendiphenyldiisocyanat), einem der Hauptprodukte von Covestro, das als Dämmstoff in so gut wie jedem Kühlschrank oder auch in Gebäuden zu finden ist.

Seinen Anilin-Bedarf beziffert Covestro auf rund eine Million Tonnen pro Jahr, „langfristig“ soll der Stoff ausschließlich aus alternativen Quellen bezogen werden. Gerade arbeite man im Chempark daran, Bio-Anilin im „halb-industriellen Maßstab“ herzustellen, hieß es am Donnerstag.

Brantner zeigte sich beeindruckt: „Gerade angesichts veränderter Rahmenbedingungen und steigenden Anpassungsdrucks für unsere Volkswirtschaft zeigt sich: Eine starke Industrie braucht Innovation, die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und neue Wege wie die Kreislaufwirtschaft.“ Für Covestros Vorstandschef Markus Steilemann zeigt der Besuch der Grünen, „dass die Fragen, die uns als Chemieunternehmen beschäftigen, auch in der Politik ankommen“. (tk)