Bis zur amtierenden Hahnenkaiserin ist es nur ein kurzer Weg, der von der Polizei begleitet wird.
TraditionHitdorfer Kirmes startet mit einem kurzen Festzug

Immer dem Hahn nach: Start des traditionellen Umzuges zur Hitdorfer Kirmes
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Wenn die Chefin aus dem Haus ist – oder in diesem Fall: an ihrem Haus wartet – müssen andere für Ordnung sorgen. „Aufstellung!“ ruft Angelika Hausdorf über den Hitdorfer Kirmesplatz, da ist es schon kurz nach 15 Uhr. „In Zweierreihen bitte!“, setzt sie noch mal nach. Mit wenig Erfolg, die bunte Gemeinschaft, die vor allem aus Mitgliedern des Hitdorfer Geselligkeitsvereins und der KG Hetdörper Mädche und Junge vun 93 besteht, versammelt sich zwar farblich nach Gesellschaften sortiert, aber in lockerer Reihung hinter dem Hahn. Dieser wird auf einem Bollerwagen mit Musikbox vorweggezogen – denn es gilt, die amtierende Hahnenkaiserin abzuholen.

Hahnenkaiserin Elke Ruther (M) empfängt jeden Gast mit einer herzlichen Umarmung.
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Nach einer kurzen Wegstrecke biegt der rund 150-köpfige Tross in den Kreisverkehr ein. Man überlegt kurz, ob man vielleicht noch ein bis zwei Ehrenrunden durch den Kreisverkehr ziehen solle, damit die Polizeibegleitung mit Autos und die Sperrung im Kreisel mit Motorrädern sich wenigstens ein bisschen lohnt, denn das Ziel liegt direkt am Ausgang. „Hier waren wir doch schon mal“, ruft einer. „Zweimal!“ entgegnet ein anderer lachend. Denn am Gartentor erwartet mit Krone und Hahnenkönig-Kette Elke Ruther die Gemeinschaft – nach ihrer ersten Amtszeit im Jahr 2022 jetzt also als Hahnenkaiserin.
Geübte Gastgeber
Die Ruthers sind schon geübt im Empfang mit kühlen Getränken im Innenhof: 2012, 2017 und 2023 amtierte Bernd Ruther – mittlerweile hat er sich damit den Titel „Majestät“ erarbeitet. Zu viel ist das Ganze Elke Ruther nicht: „Das macht doch Spaß und man hat immer Leute, die einem helfen.“ Die Krone wieder abzugeben, sei für sie schon eher traurig als entlastend, dennoch wolle sie beim diesjährigen Hahneköppen nicht allzu genau zielen. „Sonst wird es ja langweilig“, sagt sie lachend, bevor sie die Feiergemeinde wieder zum Kirmesplatz zurückführt.
Der traditionelle Umzug mit Abholung des Hahnenkönigs ist der Startschuss zur zweitägigen Hitdorfer Kirmes mit dem anschließenden Königshahneköppen und einer Party mit DJ Rudi zum Abschluss am Samstag. Am Sonntag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit Frühschoppen, Vereins- und Kinderhahneköppen weiter. Im Zentrum steht für die Veranstalter die Geselligkeit und das Zusammenkommen aller Hitdorfer verschiedener Altersklassen. Dafür fließt der Reinerlös auch in diesem Jahr wieder in die Hitdorfer Altenfeier, die traditionell im Dezember stattfindet.
