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KarnevalLeverkusener Zugleiter, Festausschuss und Polizei ziehen positive Bilanz

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Regenschirme waren im Opladener Rosenmontagszug unverzichtbar.

Regenschirme waren im Opladener Rosenmontagszug unverzichtbar.

Das miese Wetter tat der guten Stimmung im Opladener Rosenmontag keinen Abbruch. Und trug wohl mit dazu bei, dass es weniger Besoffene am Zugweg gab.

Der Opladener Rosenmontagszug ist aus Sicht des Zugleiters und der Polizei störungsfrei und ruhig durch die Straßen des Viertels gezogen. Am Tag nach dem Zug unter dem Motto „Met dun und laache künne mer alles maache“ berichtete Zugleiter Bernd Schaffarczik: „Der Zug ist sehr gut gelaufen trotz des Regens.“ Angesprochen auf den Bindfadenregen, gegen den sich die Zugteilnehmer mit Regenschirmen und durchsichtigen Regencapes über den Kostümen schützten, sagte Schaffarczik: „Es gibt Schlimmeres im Leben.“

Die Zugorganisatoren schätzen wie die Polizei, dass etwa 30.000 Jecken am Straßenrand den Zug in Opladen feierten und sich am Kamelleregen freuten. Das sind etwa 15.000 weniger als 2025. Damals war aber das Wetter auch viel besser als am Montag. Eine positive Folge des schlechten Wetters aus Schaffarcziks Sicht: „Es gab weniger Besoffene als sonst.“

Zug Wiesdorf Bild: Ralf Krieger

Sonnenschein beim Zug in Wiesdorf

Auch die Kölner Polizei griff am Rosenmontag in Opladen nachmittags lediglich einen betrunkenen E-Scooter-Fahrer auf, der in Schlangenlinien über die Altstadtstraße und die Düsseldorfer Straße fuhr. Ein Alkoholtest ergab 1,2 Promille. Der Mann musste zu Fuß weitergehen. Darüber hinaus fiel den Beamten um kurz vor 14 Uhr bei der Kontrolle einer Gruppe Jugendlicher ein Teenager auf, der einen gefälschten Personalausweis bei sich trug.

Kurz darauf wurden die Beamten zur „Stadtschänke“, einer Kneipe auf der Kölner Straße gerufen, wo zwei Männer sich eine Klopperei lieferten. Die Beamten trennten die Streithähne. Die beiden trugen zum Glück nur ganz leichte Verletzungen davon. Drei weiteren jungen Männern am Zugweg erteilten die Polizisten Platzverweise, weil sie sich gegenüber Zugteilnehmern aggressiv verhalten hatten.

Insgesamt ist FLK-Geschäftsführer Thomas Loef zufrieden mit der Session. „Es hat alles super geklappt. Da können wir stolz drauf sein nach den Schwierigkeiten im Vorfeld.“ Lange war nicht klar, wie die verschärften Sicherheitsauflagen bei den Zügen umgesetzt werden können. Das habe letztendlich unter tatkräftiger Mitarbeit aller Beteiligter reibungslos funktioniert, lob Loef. 

Auch die KG Grün-Weiß Schlebusch als Veranstalter des Schlebuscher Zugs ist zufrieden. „Mit 38 teilnehmenden Gruppen und rund 1500 Aktiven erreichte der Zug fast wieder den Umfang früherer Jahre“, freut sich Hans-Peter Teitscheid. Den Zoch empfand die KG als „sehr kreativ und farbenprächtig“ und habe viel Lob für ihre Zugorganisation bekommen. Trotz verkürzten Zugwegs war die Fußgängerzone nicht überfüllt, dafür war die Strecke vor und nach dem Zentrum mit rund 38.000 Besuchern gut ausgelastet. Grün-Weiß verkündet die Sieger der Zugprämierung traditionell in einer gesonderten Veranstaltung, dann wird auch das neue Motto für die Session 2026/27 bekannt gegeben.