Betroffene müssten in solchen Fragen mitreden können und Druck erzeugen, findet unser Autor.
KommentarOhne Leverkusener Widerstand würde alles möglich – auch Schlechtes für die Stadt


Der Widerstand in Leverkusen gegen einen überbordenden Autobahnausbau befindet sich an einem Nullpunkt, von dem aus es aufwärtsgehen kann.
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Vielleicht war die Situation noch nie so schwierig: Der Widerstand in Leverkusen gegen einen überbordenden Autobahnausbau befindet sich an einem Nullpunkt, von dem aus es aufwärtsgehen kann. Nach dem sang- und klanglosen Aus des Arbeitskreises, mit dem auch die Stadtpolitik dokumentiert hat, dass sie sich nicht mehr mit dem Thema befassen möchte, macht sich aus nachvollziehbaren Gründen Frust bei Aktiven breit.
Die Politik ist, wie es scheint, froh, dass sie die Fragen zur Autobahn und die „Verhandlungen“ mit der Autobahn GmbH in die Hände des Bauamts legen kann. Wer aber glaubt, dass dabei für die Leverkusener das Bestmögliche herausspringen kann, der irrt sich ganz sicher. In solchen Fragen müssen Betroffene mitreden und Druck erzeugen. Bürger, die sich intensiv in die Materie eingearbeitet haben, so wie Gisela Kronenberg, die vielen mit ihren Vorträgen erst vor Augen geführt hat, was auf die Stadt zukommt: ein Asphaltmoloch, breiter als die Landebahn eines internationalen Flughafens.
Hoffentlich finden die mürbe gewordenen Initiativen zusammen. Ohne Widerstand muss man mit allem rechnen; mit der bis 78 Meter breiten Megastelze sowieso, bis zu einem längst tot geglaubten Lkw-Rastplatz im Bürgerbusch.

