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„Lieblingsorte“Pässe, Pizza und Passierschläge in der Leverkusener Natur

3 min
Auf der Terrasse gibt es bei Franco Pizza und Pasta – ob jetzt mit oder ohne Sport.

Auf der Terrasse gibt es bei Franco Pizza und Pasta – ob jetzt mit oder ohne Sport.

Die Sportanlagen in Höfen und die umgebenden Grünzüge sind der perfekte Feierabendausgleich zur hektischen Stadt.

Wer von der baustellen- und verkehrsgeplagten Berliner Straße auf den Höfer Weg abbiegt, erlebt auf wenigen Metern ein Kontrastprogramm. Steil geht es den Berg runter, und schon wird man von blökenden Schafen empfangen.

Ich verbringe meinen Feierabend gerne auf den Sportanlagen, die hier rechts und links des Schotterparkplatzes liegen: auf dem Fußballplatz des SV Bergfried und der Tennisanlage von Rot-Weiß Leverkusen. Weil man hier, von großen Bäumen umgeben, direkt in der Natur ist. Und weil es in beiden Vereinen familiär, offen und herzlich zugeht.

Unweit der lauten Berliner Straße trainiert man in Höfen mitten im Grünen.

Unweit der lauten Berliner Straße trainiert man in Höfen mitten im Grünen.

In den Sommerferien ist auf dem Kunstrasenplatz des SV Bergfried deutlich weniger los, als während der Schulzeit. Dann trainieren teilweise drei bis vier Mannschaften gleichzeitig auf dem in viele kleine Einheiten unterteilten Spielfeld. Nicht nur Jungen in jedem Alter flitzen hier über den Platz, der SV Bergfried hat auch eine der größten Mädchenfußballabteilungen der Stadt. Und die Nachfrage steigt immer weiter – deswegen arbeitet der Verein derzeit daran, über Spenden und eigene Mittel den heruntergekommenen Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Was den Verein aber vor allem ausmacht, sind die unzählbar vielen ehrenamtlichen Trainer, die sich jeden Tag mit großem Engagement und Freude hier auf dem Platz einfinden, die Kinder und Eltern mit Handschlag begrüßen, Turniere und Feste organisieren. Füreinander – Miteinander steht in Großbuchstaben auf der Plakatwand. So fühlt es sich auch an.

Tennis und Wasserski

Nebenan auf der Tennisanlage von Rot-Weiß Leverkusen geht es etwas ruhiger zu – wenn nicht gerade Tenniscamp-Woche ist und auch hier dutzende sportbegeisterte Kinder umherflitzen. Doch das Vereinsleben ist ebenso familiär, von hochklassigen Medenspielen bis zu Eltern-Kind-Turnieren, bei denen jede Alters- und Könnensklasse willkommen ist. Oder einem gemeinsamen Ausflug zur Wasserskibahn in Langenfeld.

Hühner und Gänse in den Gärten hinter dem Fußballplatz.

Hühner und Gänse in den Gärten hinter dem Fußballplatz.

Nach einem Tennisspiel – oder auch einfach so – ist der entspannteste Ort aber mit Sicherheit die Terrasse des Restaurants „Le Palme“. Bei Franco und Valentina mit Weißwein und Pizza, Blick auf Tennisplatz 1 und den Sonnenuntergang, fühlt es sich nicht an, als würde man mitten in der Stadt sitzen, sondern eher nach Urlaub in Italien. Bei Freunden. Das weiß auch Thomas D. zu schätzen – der Rapper der Fantastischen Vier ist hier regelmäßig anzutreffen, wenn er sich beruflich in Leverkusen aufhält. 

Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich die Baustelle an der Berliner Straße auch sparen. Wahlweise kann man vom Höfer Weg bergab ins herrlich kühle Leimbachtal spazieren. Oder am Rande des Fußballplatzes auf einen Trampelpfad Richtung Piet-Mondrian-Straße abbiegen. In den angrenzenden Gärten bekommt man allerlei Hühner und Gänse zu sehen.


Serie „Lieblingsorte“

Erst kürzlich stellte das TV-Format „TV Total“ die These auf, dass Leverkusen zu den hässlichsten Städten der Welt gehört. Das stimmt nicht, findet die Redaktion des „Leverkusener Anzeiger“. Ihre Lokalreporterinnen und Lokalreporter stellen deshalb Plätze in Leverkusen, Leichlingen und Burscheid vor, auf denen sie sich gerne aufhalten. (nip)