144 Verstöße haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in der vergangenen Woche festgestellt, als sie im Stadtgebiet bekannte Müll-Hotspots kontrolliert haben. Dabei schauten sie sich bekannte Müllschwerpunkte und solche Stellen an, die bei den Behörden häufig gemeldet würden, teilt die Stadt mit.
Solche Plätze sind: die Fußgängerzonen, der Busbahnhof in Wiesdorf und das Umfeld von Wertstoffinseln und Altkleidercontainern. Die KOD-Mitarbeiter kontrollierten häufig in Zivil, meist fanden sie achtlos weggeworfenen Kleinmüll wie Zigarettenkippen sowie Essens- und Verpackungsreste.
Wer erwischt wird, dem droht ein Bußgeld, das gelte in der Regel auch für kleinere Vergehen. Auch dafür liege das Bußgeld meist bei mindestens 100 Euro, sagt die Stadt. Noch mehr wird es, wenn jemand illegal größeren Müll entsorgt: „Je nach Art und Umfang des Verstoßes können diese (Geldbußen, Anm.d.Red.) bis zu 100.000 Euro betragen.“ Vor zwei Jahren hatte der Rat beschlossen, die Höhe des Bußgeldes für „erhebliche Vermüllungen und Verunreinigungen“ auf mindestens 400 Euro zu erhöhen.
Die Stadt teilt mit: „Achtlos weggeworfener Müll verschmutzt nicht nur die Stadt und ist ein optisches Ärgernis, sondern birgt auch Gesundheitsgefahren.“ Das gelte besonders für Zigarettenstummel, die eine erhebliche Umweltbelastung seien. Denn der Wind wehe die wenigen Gramm leichten Kippen weg, oder der Regen spüle sie weg. Mit ihren schädlichen Inhalten wie wasserlöslichem Nikotin landeten sie laut Nabu über das Regenwasser in Bächen, Flüssen und sogar im Meer. Und das ist schädlich für Insekten und Wasserorganismen. „Darüber hinaus gelangen die Rückstände des Kunststoffs (Zellulose-Acetat) der Zigarettenfilter als Mikroplastik in die Umwelt“, heißt es weiter aus dem Rathaus.
Was der KOD auch bemerkte: Auch wenn Mülleimer in der Nähe waren, hätten Menschen vor allem Essensreste auf den Boden geworfen. Ganz zu schweigen davon, dass das unappetitlich sei, ziehe das auch Schädlinge wie Ratten an. Die Stadt will solche Verstöße konsequent sanktionieren und hofft, dass die Übeltäter ihr Verhalten so ändern. Und die Kontrollen gehen weiter, teilweise nach wie vor in Zivil. (nip)

