Beim Leverkusener Müllentsorger Avea ist radioaktives Material gefunden worden. Die genaue Herkunft des Stoffes ist ungeklärt, Privatpersonen dürften ihn eigentlich nicht besitzen.
AveaLeverkusener Müllentsorger findet radioaktives Material – Keine Gefahr

Wertstoffzentrum der Avea in Leverkusen (Archivbild)
Copyright: Britta Berg
Rund 100 Gramm eines schwach radioaktiven Stoffes, der in Laboren verwendet wird, sind in der Schadstoffannahmestelle des Leverkusener Müllentsorgers Avea gefunden worden. Das bestätigte Michael Czyborra, stellvertretender Bereichsleiter der kommunalen Entsorgungsstelle, dem „Leverkusener Anzeiger“. Zuvor hatte Radio Leverkusen über den Fund berichtet.
Czyborra zufolge sei der Stoff in einem ordnungsgemäß beschrifteten Gefäß gefunden worden. Dieses war wohl gemeinsam mit einer größeren Menge Abfalls von einer unbekannten Privatperson abgegeben worden und sei deshalb erst später aufgefallen. „Das ist nicht der offizielle Entsorgungsweg“, sagte Czyborra. Privatpersonen sei der Zugang zu und Umgang mit einem solchen Stoff eigentlich nicht erlaubt. In Laboren werde er zum Mikroskopieren verwendet.
Avea Leverkusen: Keine Gefahr
Zu keinem Zeitpunkt habe Gefahr bestanden, betonte der Avea-Mitarbeiter, die radioaktive Strahlung sei nur sehr schwach. „Es reicht im Grunde schon ein Blatt Papier, um die Strahlung abzuschirmen“, sagte Czyborra. „Es gibt andere Mittel, die hier viel gefährlicher wären, Salzsäure zum Beispiel.“ Dennoch sei der radioaktive Stoff sofort mit einer Bleiummantelung verpackt und abgeschlossen worden. Eine Spezialfirma werde ihn entsorgen.
