2016 beschlossen, jetzt gemacht: In Fettehenne in Leverkusenwird an der Berliner Straße eine Bank aufgestellt.
FettehenneNach sieben Jahren kommt die Ruhebank im Leverkusener Verkehrsgetöse

An die extrem viel befahrene L188 (Berliner Straße) in Fettehenne soll jetzt eine Ruhebank gestellt werden. Der Beschluss stammt aus dem Jahr 2016.
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Manchmal sind es vermeintlich ganz kleine Dinge, die bei der Stadtverwaltung erstaunlich lange dauern. Das Aufstellen einer Bank zum Beispiel. Das Verfahren in Fettehenne läuft seit 2016. Damals beantragte die Bezirksvertretung III für Schlebusch und Steinbüchel die Aufwertung der Grünfläche an der Einmündung der Teltower Straße auf die Berliner Straße, die vor sieben Jahren eine Bundesstraße war und die bis noch B51 hieß. Die Straße wurde zur Landesstraße herabgestuft, sie heißt heute L188.
Eine Fläche von mehreren Quadratmetern unter einem Baum, die mit spät blühendem Bodengestrüpp bewachsen war, wurde am Mittwoch gerodet und soll noch gepflastert werden. Eine Stele, die auf den Jakobs-Pilgerweg verweist, soll um ein paar Meter versetzt werden. Die auf der Fläche stehenden Bäume sollen bleiben, abgesehen von der Bodenverdichtung fürs Pflaster werden sie nicht angetastet.

Die Pilgerweg-Stele wird zur Bank versetzt.
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Bleibt die Frage, die eine Nachbarin stellte und die sich schon 2016 stellte: Wer will sich auf dieser Bank eigentlich ausruhen? Einer Zählung aus dem Jahr 2021 zufolge, deren Zahlen öffentlich einsehbar sind, wurden auf dem Straßenabschnitt im Durchschnitt in 24 Stunden 10.762 Autos und 378 LKW registriert. Das sind mehr als ein Auto oder LKW alle zehn Sekunden. Tagsüber öfter, nachts natürlich seltener. Die Straße wird viel als Ausweichstrecke genutzt, wenn auf der Autobahn 1 Stau ist.
Auf Anfrage hat sich Stadtsprecherin Julia Trick im Grünflächenamt informiert; aber genau erklären kann sie nicht, weshalb sich Bezirkspolitiker damals eine Aufwertung und eine Bank für diese Stelle gewünscht haben und die Stadt dafür Geld ausgibt. Möglicherweise sollte es eine Ruhebank für müde Senioren sein, die sich dort mal kurz ausruhen können.
Manchem dürfte die Realisierung der Aufstellung einer Bank nach jetzt sieben Jahren wie ein Wunder vorkommen; viel verblüffender ist allerdings eine andere Tatsache: Hatte das Amt im Jahr 2016 7800 Euro als Bausumme veranschlagt, kommt man jetzt preiswerter hin: 4600 Euro koste die Aufwertung, so die Sprecherin.
