Leverkusen – Der Rettungsdienst im Leverkusener Stadtgebiet wird künftig auch die Dienstleistung eines „Telenotarztes“ nutzen können. Die Stadt Leverkusen will dazu einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem benachbarten Kreis Mettmann sowie den Städten Wuppertal, Remscheid und Solingen sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis beitreten.
Leverkusen: Notarzt sieht Patientendaten in Echtzeit
Ein Telenotarzt kann bei einem Hilfseinsatz von Notfallsanitätern über eine digitale, mobile Audio-, Video- und Datenkommunikation direkt mit dem Rettungswagen in Verbindung treten und die Daten des Patientenmonitors in Echtzeit einsehen. Auf diese Weise kann der zugeschaltete Notarzt Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und EKG einsehen und zu einer schnelleren Versorgung der Patienten beitragen. So kann die Einbindung oder Nachforderung eines Notarztes bei einem Teil der Einsätze vermieden und die Verfügbarkeit von Notärzten optimiert werden.
Die Initiative ist vom Landesgesundheitsministerium mit den Krankenkassen, Ärztekammern und kommunalen Spitzenverbänden vereinbart worden. Sie setzt für den Standort eines Telenotarztes eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million voraus, daher der Zusammenschluss. In der Praxis soll der Telenotarztstandort rollierend in Leverkusen und Mettmann 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche im Dienst sein.
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Der Finanzausschuss hat dem Vorhaben bereits einmütig zugestimmt. Eine solche Regelung dürfe allerdings nicht zur Folge haben, dass Stellen von Notärzten abgebaut würden, gab der Vertreter der Linken, Malte Kemp, zu Protokoll. Am Montag, 26. September, muss noch der Stadtrat der Vereinbarung zustimmen.

