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„Operation 51“Junges Kollektiv will Party-Kultur in Leverkusen wiederbeleben

3 min
Ein DJ legt auf, Menschen tanzen drumherum.

Bei „Operation Shadow“ waren am Wochenende auf den Abend verteilt 400 Gäste im „Shadow“.

Der Auftakt im „Shadow“ in Wiesdorf verlief schon verheißungsvoll.

Das ging ja schon mal gut los. Rund 400 Leute feierten am vergangenen Samstag auf der „Operation Shadow“ in der Wiesdorfer Disko. Die Party war der Auftakt für das Kollektiv „Operation 51“, weitere sollen folgen, vor allem in Leverkusen und in näherer Umgebung.

„Operation 51“ besteht aus inzwischen 15 Leuten zwischen 19 und 27 Jahren, die meisten von ihnen kommen aus Leverkusen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Party-Kultur in Leverkusen wiederzubeleben. Deshalb „51“, wegen des Anfangs der Postleitzahl. Einer der Gründer ist Leone Nazor. „Ab 18 gibt es eigentlich keine Möglichkeit mehr, in Leverkusen feiern zu gehen“, sagt er am Samstag vor der Party. Und er wisse zum Beispiel von seinen Verwandten, dass das mal ganz anders gewesen sei.

Im Februar 2022, an Karneval, sei die Idee zu „Operation 51“ geboren worden. Da habe er sich mit ein paar Leute ein 5o-Euro-Mischpult und einen Lautsprecher geschnappt und auf der Straße aufgelegt. Schnell seien 200 Leute zusammengekommen. „Wir haben die ganze Nacht durchgefeiert“, erinnert er sich. Und dann kam der Gedanke: Wenn das hier einfach so klappt, wieso nicht größer?

15 jungen Menschen haben sich zur „Operation 51“ zusammengeschlossen.

15 jungen Menschen haben sich zur „Operation 51“ zusammengeschlossen.

Über Freunde und Bekanntschaften wurde das Team dann größer, inzwischen gibt es DJs, Lichttechniker, Tontechniker, eine Designerin und noch mehr unter den 15. Allerdings noch nicht kommerziell, die jungen Menschen haben alle andere Berufe und machen die Partys als aufwendiges Hobby. Noch. Denn vorstellbar sei es schon, das Ganze professionell zu machen. „Wieso sollten wir nicht unser Hobby zum Beruf machen, wenn es klappt“, sagt Leone Nazor.

Professionell sind sie in ihrer Arbeisweise jetzt schon, das ist am Nachmittag zu sehen, als sie das „Shadow“ herrichten. In der Mitte des Raumes bauen ein paar den „Boiler Room“ auf. Das bedeutet, das DJ-Pult steht mitten in der Menschenmenge. Derweil beschäftigt sich eine andere Gruppe mit dem Licht, wieder andere räumen herum. Jeder packt an. Marcel König, neuer Betreiber des „Shadow“ ist schwer begeistert von den Leuten.

Leverkusener bringen eigenes Licht mit

Die ersten Events nach der Gründung waren Open-Air-Veranstaltungen. Der „Operation 51“ war es laut Nazor wichtig, nicht in Köln zu bleiben. Da gebe es ohnehin schon so viele Angebote. Man wolle lieber einen „unkommerziellen und zwangsfreien Raum“ in der Heimat Leverkusen schaffen.

Inzwischen haben sie etwa zehn Partys veranstaltet und bringen immer alles selbst mit. Zu ihrem Team gehören zum Beispiel zwei eigene Licht-DJs, die die Beleuchtung an die Musik anpassen. Und auch für die sorgen sie selbst. Im Team hat „Operation 51“ ein paar Resident-DJs. Also team-eigene „Haus-DJs“ sozusagen, die immer auf den Partys auflegen. Dazu holen sie sich dann immer angesagt weitere DJs. Im „Shadow“ zum Beispiel „Traumtanzextase“.

Eine weitere Eigenheit: Die Partys von „Operation 51“ sollen immer in blutrotes Licht mit bernsteinfarbenen Akzenten getaucht sein, das wollen sie zu ihrem Markenzeichen machen. Die Musik ist laut Leone Nazor, der selbst als „Leone“ auch auflegt, zwischen „Hardgroove“ und „Hardtechni“ anzusiedeln. Heißt: Techno und Elektro.