„KIRa-Berg“ bedeutet: KI- und Radar-gestütztes integriertes Überflutungsmanagementsystem im Bergischen Land.
„KIRa-Berg“Leverkusen, Rhein-Berg und ihre Partner bekommen Fördergelder für innovativen Hochwasserschutz

Erinnerung an das Hochwasser 2021 in Schlebusch: Ziel des Projekts ist es, das Überflutungsmanagement der Fachbehörden, Leitstellen, Feuerwehr-Einsatzleitungen und Krisenstäbe bei der frühzeitigen Erkennung von Überflutungsgefahren zu unterstützen und die Planung sowie Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen zu fördern.
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Für das Projekt „KIRa-Berg“ (KI- und Radar-gestütztes integriertes Überflutungsmanagementsystem im Bergischen Land) erhält der Oberbergische Kreis von der Bezirksregierung Köln Fördergeld. Die Kooperation wurde im Jahr 2023 als Zusammenschluss der Kreise Ennepe-Ruhr-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis, der Städte Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal mit den Wasserverbänden Aggerverband und Wupperverband gegründet. Rund 1,91 Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt, 80 Prozent der Kosten werden von der Europäischen Union und dem Land NRW beigesteuert. Die Idee des Projekts wurde in der Kooperation „Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper“ (ÜVAW) entwickelt.
Kernstück von „KIRa-Berg“ sind zwei X-Band-Radargeräte, die das bestehende Radarsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ergänzen sollen. Sie sind in der Lage, auch in niedrigerer Höhe und mit deutlich häufigeren Messungen detailliertere Radardaten für Vorhersagemodelle des Niederschlags zur Verfügung zu stellen. Die Radarsysteme sollen mit einem KI-Modell verbunden werden, welches Hochwasserberechnungen anhand von bestehenden Niederschlägen und bestehendem Fluthochwasser anstellt. Dadurch entstehen Echtzeit-Modelle, die sekundenschnelle Simulationen von Überflutungsszenarien hervorbringen können.
Es gilt nun, geeignete Standorte für die Radargeräte zu suchen. Die Installation soll bis Mitte nächsten Jahres erfolgen. Der Projektzeitraum erstreckt sich bis Februar 2029. Dabei beschäftigt die beteiligten Forscher und Forscherinnen der Uni Bonn und der TH Köln, wie die neuen Radardaten so aufbereitet werden können, dass sie in bestehende Warnsysteme für Kurzfristvorhersagen integriert werden und als rechtliche Basis für Wetterwarnungen dienen können.
Ziel des Projekts ist es, das Überflutungsmanagement der Fachbehörden, Leitstellen, Feuerwehr-Einsatzleitungen und Krisenstäbe bei der frühzeitigen Erkennung von Überflutungsgefahren zu unterstützen und die Planung sowie Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen zu fördern. Der Oberbergische Kreis koordiniert dabei die Zusammenarbeit der Projektpartner sowie der beteiligten Kommunen und Verbände. (tr)