Neben Hahneköppen und Schürreskarrenrennen sorgte auch die Veedels-Party für Höhepunkte.
Musik, Spiele, WettbewerbeRheindorf feiert Spätkirmes – Köhler ist neuer Hahnekaiser

Das Schürrenskarrenrennen ist immer ein Spektakel.
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Vier Tage lang stand Rheindorf ganz im Zeichen der Tradition: Der Geselligkeitsverein Germania 1880 Rheindorf hatte zur mittlerweile 146. Rheindorfer Spätkirmes auf den alten Kirmesplatz an der Unterstraße in Rheindorf-Süd eingeladen. Zu Musik, Spielen, Wettbewerben und vor allem zum Beisammensein.
Die Spätkirmes begann mit dem Ausgraben des Kirmespatrons „Zachäus“, danach wurde im Festzelt die „Rhingdörper Veedels-Party“ mit DJ und Cocktailbar gefeiert. „Die Veedelsparty war wieder super besucht“, sagt Christian Boden, erster Vorsitzender des Geselligkeitsvereins Germania 1880 Rheindorf. Große Änderungen am bewährten Programm habe es in diesem Jahr nicht gegeben.
Am Samstag zog dann der traditionelle Festzug durch Rheindorf. Dabei wurde der amtierende Hahnekaiser abgeholt, bevor am Abend bei Livemusik des „Oxforduo“ der neue Hahnenkönig ermittelt wurde. In diesem Jahr gelang erneut Michael Köhler der entscheidende Schlag. Nach insgesamt 43 Schlägen wurde er Hahnekaiser. Für Köhler war es nicht das erste Mal, dass er das Hahneköppen gewann. „Vor 20 Jahren war ich König“, berichtete er. Nach der Tradition wird ein Teilnehmer beim ersten Erfolg Hahnenkönig und beim zweiten Erfolg Hahnekaiser. Das Hahneköppen ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Rheindorfer Spätkirmes und gehört für viele Besucher genauso dazu wie der Festzug und das gemeinsame Feiern im Festzelt.

Auf der kleinen Holzkarre sind die Schürreskarren-Sieger der vergangenen Jahre verzeichnet.
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Ein besonderer Höhepunkt war am Sonntag das Schürreskarrenrennen. Insgesamt 13 Teams hatten sich für den Wettbewerb angemeldet und traten gegeneinander an. Im Finale setzten sich die „Bierathleten“ gegen den TuS Rheindorf Handball durch. Den dritten Platz teilten sich das „Rhingdörper Backsteinhuus“ und „Theken Terror“. Die „Bierathleten“ nahmen unter anderem Bier sowie die traditionelle Schürreskarre als Wanderpokal mit nach Hause. „Die Schürreskarre wird dann immer von Team zu Team weitergegeben“, erklärte Christian Boden.
Eine besondere Regel gibt es ebenfalls: Schafft es ein Team, den Wettbewerb dreimal hintereinander zu gewinnen, darf es die Trophäe behalten. Für die Teilnehmer und Zuschauer ist das Rennen immer ein Spektakel. „Das Schürreskarrenrennen ist für mich jedes Jahr eines der Highlights der Kirmes. Da fiebert man richtig mit den Teams mit“, sagte ein Anna Kröger, die mit ihrem Mann und Enkelsohn am Rand der Strecke stand.
Am Montagabend stand schließlich das traditionelle Hühnerzopp-Essen auf dem Programm, das für die Besucher kostenlos angeboten wurde. Außerdem wurde im Rahmen der Tombola der Montagskönig ermittelt. Mit dem Begraben des „Zachäus“ in der Dämmerung endet die 146. Rheindorfer Spätkirmes schließlich.
Der Geselligkeitsverein Germania 1880 Rheindorf blickte während der Kirmes auf eine lange Vereinsgeschichte zurück. Bereits seit 1880 ist der Verein ein fester Bestandteil des Rheindorfer Vereinslebens und pflegt zahlreiche Traditionen. Der Verein legt nach eigenen Angaben besonderen Wert auf die Gemeinschaft im Stadtteil. Mit bewusst humanen Preisen möchte der Geselligkeitsverein möglichst viele Menschen aus Rheindorf zusammenbringen.
