Während der Tunnelsperrung in Alkenrath diente die Straße als Umleitung – das haben sich einige Autofahrer gemerkt.
Nach UmleitungKleine Schotterstraße in Schlebuschrath rückt in den Fokus

Anwohner haben einen Bürgerantrag zur Schotterstraße in Schlebuschrath gestellt
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Die geschotterte Straße Schlebuschrath im gleichnamigen Alkenrather Stadtteil hat bislang ein eher unbeachtetes Dasein gefristet. Das änderte sich schlagartig, als die EVL die Unterführung auf Höhe des Sportplatzes Alkenrath für Arbeiten an neuen Fernwärmeleitungen sperren musste. Und die Schotterstraße als Umleitung ausgeschildert wurde.
Während dieser Zeit seien rund 200 Autos pro Tag über die Anliegerstraße gefahren, klagen Anwohner, die dazu einen Bürgerantrag in der Bezirksvertretung III eingereicht haben. Die Arbeiten sind zwar abgeschlossen, aber einige Verkehrsteilnehmer haben sich die Streckenführung offenbar gemerkt. „Jetzt kann man entweder die Straße an den Verkehr anpassen oder man passt den Verkehr der Straße an“, sagt ein Petent vor den Bezirksvertretern. Das heißt: Entweder solle die Straße ordentlich für den Autoverkehr ausgebaut werden, um Lärm, vor allem aber auch die Staubentwicklung durch den Schotter zu minimieren. Oder die Stadt solle Durchfahrtsverbote mit Anlieger-frei-Beschilderung aufstellen. Auch Tempo-10-Beschilderung könne helfen, den Weg als Schleichweg bei verstopfter Alkenrather Straße unattraktiver zu machen.
Schlaglöcher und loser Schotter
Durch die starke Nutzung während der Umleitungszeit sei die Straße in „bemitleidenswertem Zustand“, sagt der Antragsteller: Schlaglöcher, loser Schotter und ausgefahrene Fahrspuren seien auch für Radfahrende gefährlich. Offiziell ist der Weg sogar als Fahrradstraße ausgewiesen. „Dabei ist der Schotter viel zu grob für schmale Fahrradreifen“, beklagt Benedikt Rees. „Für eine Fahrradstraße ist es das vollkommen falsche Material.“

Die Schotterstraße ist in einem „bemitleidenswerten Zustand“
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Eine „Anlieger frei“-Regelung hält die Verwaltung jedoch nicht für sinnvoll, weil sie schwer kontrollierbar ist. „Wir verzichten mittlerweile auf diese Beschilderungen, weil sie sich ohnehin nicht durchsetzen lassen“, sagt Conchita Laurenz vom Fachbereich Straßenverkehr.
Ausbau könnte teuer werden
Und wenn die Anlieger einen ordentlichen Ausbau wünschen, werden sie dafür wohl zur Kasse gebeten, warnt Reinhard Schmitz vom städtischen Tiefbau. „Die Straße ist nicht erstmalig hergestellt. Die TBL sind nur dafür zuständig, die Straße soweit instand zu halten, wie nötig.“ Also grobe Schlaglöcher wieder aufzufüllen. Für eine wesentliche Verbesserung müssten Anwohner wohl 90 Prozent der Erschließungskosten tragen.
Der Antragsteller glaubt dagegen, die Straße sei schon einmal erstmalig hergestellt worden. Damit würde die Verantwortung für die Instandsetzung bei den TBL liegen. Dazu liegen allerdings bisher nicht alle Stellungnahmen aus der Stadtverwaltung vor – die Bezirkspolitiker einigen sich darauf, den Antrag solange zu schieben, bis es mehr Klarheit über die Fakten gibt.
