Im Herbst 2025 waren in einer größeren Aktion an vielen Stellen in der Stadt marode Spielgeräte abgebaut worden.
Fehlende SpielgeräteSechs Leverkusener Spielplätze sollen aufgewertet werden

Schön gelegen, aber kaum bespielbar: der Spielplatz Martin-Buber-Straße.
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Der Zustand vieler Spielplätze in Leverkusen wird schon länger beklagt. Jetzt möchte die Stadt auf sechs Spielplätzen neue Geräte aufstellen oder kaputte ersetzen. Gut 180.000 Euro sind dafür vorgesehen. Zunächst müssen die Bezirksvertretungen darüber entscheiden, dann steht der Plan aber noch unter dem Vorbehalt, dass auch die Bezirksregierung ihre Freigabe für den städtischen Haushalt gibt.
Alle Stadtbezirke sollen profitieren: Geplant sind eine Kletterkombination mit Rutsche an der Widdauener Straße in Hitdorf und eine Kleinkinderkombination mit Nest sowie eine kleine Schaukel an der Pregelstraße im Rheindorfer Friedenspark. Im Stadtbezirk II stehen das Sandwerk an der Schmitten und eine Kletterkombination mit Rutsche am Quettinger Feld auf der Liste. Im Stadtbezirk III geht es um eine Kletterkombination mit Rutsche an der Martin-Buber-Straße sowie um einen Balancierparcours an der Hamberger Straße in der Siedlung Schöne Aussicht. Die Verwaltung spricht bei diesen sechs Standorten vom „vordringlichen Bedarf“ für 2026.
Sachverständige prüfen regelmäßig
Auf den ersten Blick sehen die Zahlen, die die Stadtverwaltung auf Nachfrage kommuniziert, durchaus positiv aus: 243 Spielgeräte seien in den vergangenen fünf Jahren an Schulen, Kindergärten und öffentlichen Spielplätzen abgebaut worden. Dem gegenüber stehen 347 Kinderspielgeräte, die neu in den Bestand der Stadt gekommen sind. Die Bilanz sei allerdings verzerrt, ordnet die Stadtverwaltung selbst ein: Zum einen zählen zu den neuen Geräten auch solche, die bei Kitas und Schulen neu aufgestellt oder übernommen wurden. Zudem handele es sich um die reine Stückzahl – wird etwa ein großes Klettergerüst durch mehrere kleine Spielgeräte ersetzt, erhöht das die Anzahl. Aber nicht unbedingt die Attraktivität des Spielplatzes.
Nach den Angaben der Stadt sind die Geräte regelmäßig auf Funktionalität und Sicherheit geprüft worden. Dabei wurden zuletzt Mängel festgestellt, die zu einer größeren Abbauaktion im Herbst 2025 geführt hatten. Unter anderem an der Martin-Buber-Straße und am Quettinger Feld waren Geräte entfernt worden, nachdem Sachverständige akute Sicherheitsrisiken festgestellt hatten. Viele der Modelle stammten aus den Jahren 1998 bis 2000 und waren damit mehr als 20 Jahre alt. Teilweise waren auch keine Ersatzteile mehr erhältlich.
Wegen der Haushaltslage konnten die abgebauten Geräte zunächst nicht ersetzt werden. Das führte zu Kritik aus der Politik und von Anwohnern. Besonders ausführlich wurde über die Martin-Buber-Straße diskutiert. Bürgerinnen und Bürger beklagten dort, dass der Spielplatz nach dem Abbau eines großen Klettergerüsts deutlich an Attraktivität verloren habe.
Zwölf neue Geräte wären erforderlich
Insgesamt habe die Stadtverwaltung zwölf Geräte auf der Liste für „erforderliche Ersatzbeschaffungen“. Sie soll nun jährlich abgearbeitet werden, die ersten sechs Spielgeräte in diesem Jahr. Zusätzlich bemühe die Stadt sich auch um private Sponsoren für Spielgeräte. Diesen Vorschlag der CDU hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit zugestimmt.
Dass die Bezirksvertretungen die Vorschläge der Stadt ablehnen werden, ist nicht zu erwarten. Schließlich wünschen sich alle bessere Spielmöglichkeiten für Kinder. Die CDU Hitdorf begrüßt die Vorlage schon vorab: „Wir freuen uns, dass mit der geplanten Erneuerung der Spielgeräte an der Widdauener Straße ein weiterer konkreter Schritt für ein kinder- und familienfreundliches Hitdorf gemacht wird.“
Die Sitzungen der Bezirksvertretungen sind öffentlich und finden zu folgenden Zeiten statt: Bezirk I (Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf): 28. September, 16 Uhr, Sitzungsraum Rhein im Rathaus; Bezirk II (Opladen, Küppersteg, Bürrig, Quettingen und Bergisch Neukirchen): 29. September, 16 Uhr, Verwaltungsgebäude Goetheplatz, Raum 107; Bezirk III (Schlebusch, Steinbüchel, Lützenkirchen und Alkenrath): 1. Oktober, 16 Uhr, Villa Wuppermann. (stes)
