Seit insgesamt fast 17 Jahren schenkt Heinz Kappertz vor dem ehemaligen Kaufhof in Leverkusen Sekt aus.
Nach sieben WochenSektstand in Wiesdorfer Innenstadt ist wieder da

Sind froh, dass vor dem ehemaligen Kaufhof wieder Sekt ausgeschenkt wird: Brigitte Röseler (v.l.), Inge Mölders, Rainer Arenz, Patrick Arenz und Kirsten Arenz.
Copyright: Niklas Pinner
Die Dutzenden Gäste, die am Samstagmittag vor der ehemaligen Kaufhof- und in Kürze Aachener-Filiale an den Stehtischen stehen, sind sich einig: Es wurde wieder Zeit. Sieben Wochen lang konnte Heinz Kappertz in der Wiesdorfer City wegen des Wechsels im Kaufhof-Gebäude keinen Sekt ausschenken. Seit Ende August ist die Pause wieder vorbei.
„Wir sind froh, dass er wieder da ist“, sagt Michaele Rauer. Sie wohnt direkt um die Ecke, Cornelia Werner, mit der sie sich ein Gläschen Sekt gönnt, kommt aus Monheim. „Seit zehn Jahren sind wir so gut wie jeden Samstag hier.“ Seit fast17 Jahren betreibt Kappertz den Sektstand in der City. „Wir hätten sogar Unterschriften gesammelt, wenn es nicht weitergegangen wäre“, sagt Rauer.

Kommen fast jeden Samstag: Cornelia Werner (l.) und Michaela Rauer.
Copyright: Niklas Pinner
Kappertz berichtet, dass er zum Neustart an der Deko etwas machen musste. „Die Leute sollen sich ja heimisch fühlen.“ So hat er direkt vor die Eingangstür des Kaufhauses einen roten Teppich ausgelegt. „Der VIP-Bereich“, scherzt er.
Sorgen darum, dass sich die Leute womöglich nicht heimisch fühlen, muss sich Kapertz nun wirklich nicht machen. Familie Arenz ist aus Solingen gekommen. Natürlich auch nicht zum ersten Mal. „Das wird schon sieben Jahre her sein“, sagt Patrick Arenz. An den ersten Besuch bei Heinz Kappertz erinnern sich Rainer und Kirsten Arenz: „Wir fahren viel Fahrrad und sahen das damals zufällig hier. Wir haben uns gefragt, ob der Kaufhof Jubiläum hat“, sagt Kirsten Arenz.
Hatte er nicht und Familie Arenz kam immer wieder. Hier habe sie auch Birgit Röseler kennengelernt, sie kommt aus Köln-Mülheim. „Es ist schön, man kommt schnell mit den Leuten ins Gespräch“, sagt sie. Vor der Gruppe stehen aufgereiht Sektkorken. Und zwar nicht irgendwelche, wie Kappertz erklärt. Wenn er in den Winterurlaub geht, Mitte November, druckt er auf die Korken, wann er wieder da ist und verteilt sie an die Gäste. Das macht er schon seit Jahren so. „Die Korken stehen zu Hause in der Vitrine“, sagt Birgit Röseler und lacht.
