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KonzertWie Singkreis und Kammerorchester Leverkusen in Weihnachtsstimmung bringen

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Der Singkreis Leverkusen und das Kammerorchester Leverkusen gaben in der Christuskirche ein vorweihnachtliches Konzert.

Der Singkreis Leverkusen und das Kammerorchester Leverkusen gaben in der Christuskirche ein vorweihnachtliches Konzert.

Der Leverkusener Chor und das Orchester gaben ein Konzert in Wiesdorf.

In einer Woche ist Weihnachten. Und wer bisher noch nicht in einer dafür passenden Stimmung war, der war es wohl, nachdem er am Sonntagnachmittag die Christuskirche in Wiesdorf wieder verlassen hatte. Denn wer kann sich schon dem imposanten Gesamtklang entziehen, wenn man gemeinsam mit dem Singkreis Leverkusen und dem Kammerorchester „O du Fröhliche“, „Stille Nacht“ oder „Alle Jahre wieder“ singt.

Dabei war das Konzert ohne Zweifel mehr als ein gemeinsames Singen. Unter der Gesamtleitung und Klavierbegleitung von Karl-Heinz und Theresia Schlechtriem, die sich beim Dirigat des Chores und bei den gemeinsamen Stücken von Chor und Orchester abwechselten, hatten sich Dutzende Musikerinnen und Musiker in der Wiesdorfer Christuskirche eingefunden. Und viele Zuschauerinnen und Zuschauer waren ihrer Einladung gefolgt und lauschten dem anspruchsvollen Programm.

Leverkusen: Chor singt internationale Stücke

Der Chor hatte ein internationales Repertoire einstudiert. Fast melismatisch erklang der mittelgriechische Ausruf „Christe eleison“ aus der „Missa in Jazz“ von Peter Schindler. Der gesamte Text des Stückes bestand nur aus diesen beiden Worten, die übersetzt laut Theresia Schlechtriem in etwa „Herr, erbarme Dich unser“ heißen. Auf Französisch sangen die rot-schwarz gekleideten Sängerinnen und Sänger im „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré. Der Gesang folgte der fließenden Klavierbegleitung im Sechs-Achtel-Takt von Karl-Heinz Schlechtriem. 

Gar nicht mal zu den längeren, aber wohl zu den eindrucksvollsten Chorstücken gehörte am Sonntag das „Marienlob“ von Sergej Rachmaninow. Der Komponist hatte den russischen Text von „Gegrüßet seist du, Maria“ vertont und der Sängerkreis meisterte das Stück bravourös. Im „Nativity Carol“ von John Rutter ragten besonders die Sopranistinnen des Chores heraus.

Leverkusener Orchester begeistert mit Corelli-Konzert

Neben den internationalen Chorwerken hatte das Ehepaar Schlechtriem auch deutschsprachige Adventlieder ins Programm gebracht. Viele davon hatten die beiden für ihren Chor selbst gesetzt, zum Beispiel „O Heiland, reiß die Himmel auf“ und „Maria durch ein’ Dornwald ging“.

Nicht minder Begeisterndes hatte das Kammerorchester unter der Leitung von Klaus Müller einstudiert. Sie hatten sich das Concerto grosso in g-Moll, das Weihnachtskonzert, von Arcangelo Corelli vorgenommen. Weihnachtskonzert, weil der Komponist der Auftragskomposition selbst den Zusatz „Fatto per la notte die natale“ (Italienisch für: Gemacht für die Weihnachtsnacht) versehen hat.

Das Stück, dessen beide Teile zusammengenommen nicht länger als 15 Minuten dauern, besticht durch diverse Tempowechsel, die aber kunstvoll miteinander verschachtelt sind. So gelingt dem Orchester der Wechsel vom Vivace ins Adagio – mit Ausflügen ins Grave, Allegro, Adagio und wieder Allegro – zumindest für den Zuhörern leichthändig, ebenso der zweite Teil, der im Vivace beginnt und über ein flottes Allegro ins Largo im Zwölf-Achtel-Takt und in G-Dur mündet.