Rund 30 Veranstaltungen, verteilt auf elf Wochen, waren in diesem Jahr Teil des Festivals.
Start-FestivalBayer Kultur blickt auf 30 Konzerte zurück – großes Musikevent in Planung

Die Jazzrausch Big Band und Joshua Williams begeistern beim „Start“-Festival im Erholungshaus mit einer energiegeladenen, lauten Mischung aus Jazz und Techno.
Copyright: Timon Brombach
Rund 30 Veranstaltungen, verteilt auf elf Wochen, waren in diesem Jahr Teil des Start-Festivals von Bayer Kultur. Das Festival ist seit einigen Jahren einer der Leuchttürme der Kulturabteilung des Konzerns in Sachen Kulturförderung. Bayer-Kultur-Chef Christoph Böhmke versucht dabei, Künstlerinnen und Künstler von Weltrang unter anderem ins Erholungshaus nach Leverkusen zu holen, aber auch jungen Musikerinnen und Musikern Konzerte mit mehr Publikum zu bieten.
Das Spektrum ist meist recht breit, so wie in diesem Jahr auch: Kammermusik, zeitgenössische Klassik, Tanz, Performance, mehrere Genres gemischt waren Teil des Programms. Böhmke erklärt den Gedanken hinter dem Festival: „Das Start-Festival verstehe ich als Ort der Begegnung und des künstlerischen Dialogs. Die positive Resonanz des Publikums und die hohe Qualität der Beiträge haben gezeigt, wie relevant solche Räume gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen sind.“
Weltklasse verkörperten beispielsweise der französische Cellist Gautier Capuçon, der mit dem Kammerorchester Wien–Berlin auftrat, oder die Cellistin Alisa Weilerstein. Und natürlich das Streichquartett „Brooklyn Rider“, das erstmals in Europa „Frida’s Dreams“ der Pulitzer-Preisträgerin Gabriela Lena Frank aufführte. Bayer Kultur hatte das Werk in Auftrag gegeben. Den Nachwuchsgedanken verkörperte Joshua Williams, der über die Start-Academy von Bayer Kultur gefördert wird. Der Tubist spielte mit der Jazzrausch Big Band im Erholungshaus. Für Bayer Kultur einer „der stärksten Auftritte des Festivals“. Aber auch der brasilianische Geiger Guido Sant’Anna gehörte als Start-Akademist zum Programm.
Neue Partnerschaft mit der „Academy of St. Martin in the Fields“
Für das kommende Jahr ist die Start-Academy beziehungsweise Bayer Kultur eine Partnerschaft mit der „Academy of St Martin in the Fields“ (ASMF) eingegangen. Ab dem kommenden Jahr proben ausgewählte Stipendiaten der Start-Academy mit Musikerinnen und Musikern des weltweit renommierten Kammerorchesters und präsentieren das Ergebnis dann auf dem Start-Festival 2027. Auch bei der internationalen Suche nach Talenten werde man künftig vom Orchester unterstützt.
Die erste, die mit der ASMF proben wird, ist die neue Start-Akademistin Anja Mittermüller, eine österreichische Mezzosopranistin. Auch dabei sein werden die Start-Kollegen Giorgi Gigashvili und Guido Sant’Anna. Bayer Kultur begrüßt mit dem Komponisten Josh Alexander zudem einen weiteren Start-Stipendiaten.
Für Mai 2027 ist außerdem ein besonderes Projekt in Wuppertal geplant: Laienmusikerinnen und Laienmusiker aus der Region können sich ab Herbst 2026 bewerben, um gemeinsam mit den Bayer-Philharmonikern und der ASMF zu proben. Das, was sie dann gemeinsam erarbeiten, kommt als Konzert des „Bayer Bootcamp Orchestra“ auf die Bühne der Historischen Stadthalle Wuppertal.
Im Herbst dieses Jahres sollen weitere Details zum Programm mitgeteilt werden. Ob auch 2027 wieder Konzerte im Erholungshaus stattfinden können, ist derzeit offen. Bayer Kultur verlässt sein traditionsreiches Zuhause Ende des Jahres. Wie es dann mit dem Konzerthaus weitergeht, ist immer noch ungewiss.
