Die Uhr am Kirchturm der Christuskirche in Wiesdorf steht seit einigen Wochen still – und das aus einem guten Grund.
Christuskirche WiesdorfDie Leverkusener Turmuhr steht aus gutem Grund still

Der Kirchturm der Christuskirche in Wiesdorf mit stillstehender Uhr.
Copyright: Frank Weiffen
Normalerweise schauen die Menschen heutzutage ja auf ihre Armbanduhr oder – wohl noch populärer – auf ihr Smartphone, wenn sie wissen wollen, was die Stunde geschlagen hat. Kirchturmuhren sind dagegen ein wenig aus der Mode gekommen als Chronografen. Dennoch wird der eine oder andere, der zuletzt an der Christuskirche in Wiesdorf vorbeiging, sicherlich auch zu deren Turmuhr hinaufgeschaut und entdeckt haben, dass es vier Minuten nach elf Uhr ist. Und zwar ständig. Denn: Die Uhr ist aus. Die Zeiger stehen still.
Auf Nachfrage beruhigt Pfarrer Detlev Prößdorf jedoch die Leverkusenerinnen und Leverkusen, die womöglich schon einen dauerhaften Schaden vermutet haben: „Die Uhr ist nicht kaputt.“ Wer besonders aufmerksam sei, dem dürfe aufgefallen sein, „dass auch die Glocken seit einiger Zeit nicht mehr läuten“. Und das hänge alles zusammen, denn: „Derzeit wird der Glockenstuhl im Kirchturm saniert.“ Das sei regelmäßig alle paar Jahre notwendig, weil die dortige Mechanik natürlich mit großen Gewichten arbeite, deren Verschleiß entsprechend hoch sei. „Und um diese Arbeiten vorzunehmen, müssen wir eben die komplette Technik und Stromversorgung ausschalten – wozu auch das Uhrwerk gehört.“
Dafür seien die Sommermonate ausgesucht worden, in denen traditionell weniger los ist in der Stadt. „Im August aber ist die Sanierung dann hoffentlich beendet.“ Sprich: Dann klingelt und läutet es wieder wie gehabt. Und am Kirchturm werden dann wieder, so wie es sein soll, nur zweimal am Tag vier Minuten nach elf Uhr angezeigt.
