Wandel in der Fußgängerzone: Das mit Minini verbundene Café im Dorf erweitert, in der Baulücke von Alt-Schlebusch tut sich noch nichts.
FußgängerzoneMinini in Schlebusch hat vorerst geschlossen

Aktuell ist das Eiscafé Minini geschlossen.
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Bereits im November hatten wir hier über Veränderungen in der Schlebuscher Fußgängerzone berichtet, nun gibt es neue Hinweise darauf, wie es mit dem Eiscafé Minini weitergeht.
Aktuell ist das Café geschlossen, was in den Wintermonaten allerdings in den vergangenen Jahren auch häufiger der Fall war. Nun aber hängt ein Zettel in der Tür, auf dem der bisherige Pächter Muhamed Demiri sich von seinen Kunden verabschiedet und verkündet, dass der Eigentümer, Ivano Mason, das Geschäft wieder übernehmen und „mit gleicher Leidenschaft weiterführen“ werde. Wann genau das geschehen soll, bleibt offen. Mason betreibt auch das gegenüberliegende Café im Dorf, dem ein neuer „Eiskiosk“ angeschlossen werden soll, wie er im November sagte.
Auch hier sind einige Veränderungen zu sehen: Zur Fußgängerzone hin wurde eine neue Treppe angebaut, der Seiteneingang ist barrierefrei über eine Rampe zu erreichen.
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Der ehemalige Herrenausstatter, der nun ein Eiskiosk werden soll, hat eine neue Treppe bekommen.
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Von möglichen strukturellen Veränderungen berichtete auch Michael Rheindorf, Sprecher der Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch, im November, konnte aber auch da bereits beruhigen: „Unsere Information ist, dass Minini in Schlebusch bestehen bleibt.“ Alles andere wäre auch ein schwerer Schlag für die Fußgängerzone und den dortigen, größtenteils inhabergeführten Einzelhandel. „Das war schon so, als ich ein kleiner Junge war: Zum Eisessen geht man nach Schlebusch zu Minini, da gibt's das beste Eis“, erinnert sich Rheindorf.
Personalprobleme im Sommer
Dass das noch heute so ist, bestätigt das Stadtbild: Vor der Schlebuscher Eisdiele stehen nicht nur an heißen Sommertagen immer Schlangen vor der Theke, ein Tisch im Außenbereich ist dann schwer zu bekommen. Auch bei trübem Wetter holen Schulkinder auf dem Heimweg hier ihr Eis auf die Hand und Ältere trinken drinnen oder in Decken gehüllt auch draußen ihren Kaffee. In diesem Sommer allerdings plagten die in der Gastronomie verbreiteten Personalsorgen auch das Schlebuscher Café. Wegen Personalmangels, wie eine Aufstelltafel verkündete, wurde für einige Wochen auf Selbstbedienung umgestellt. Eine Neuerung, die bei der Stammkundschaft nicht gut ankam, plötzlich blieben viele Tische leer. Auch die Müllberge, die in dieser Zeit durch Einweggeschirr entstanden sind, stießen auf viel Kritik. Sobald wieder Bedienung angeboten wurde, füllten sich auch die Tische schnell wieder.

In der Baulücke, wo einst Alt-Schlebusch stand, gedeiht aktuell nur das Unkraut gut.
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An Schlebuschs berühmtester Baulücke in direkter Nachbarschaft zum neuen Eiskiosk dagegen ist weiterhin keine Bewegung zu erkennen. Im August hatte die Stadtverwaltung Leverkusen bekannt gegeben, dass alle Formalitäten zum Schließen der Baulücke an der Stelle der von 22 Jahren abgebrannten Gaststätte „Alt Schlebusch“ geklärt seien. „Ab dem 27. Oktober dieses Jahres sollen die Bauarbeiten eines neuen Wohn- und Geschäftshauses an der Bergischen Landstraße beginnen“, hieß es damals in der Mitteilung. Davon ist bislang noch nichts zu sehen.

Das neue Gemeindezentrum an St. Andreas nimmt Formen an.
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Ein paar Meter weiter schießt dagegen ein Neubau zusehends in die Höhe: Das neue Pfarr- und Gemeindezentrum von St. Andreas. Wo zum Baubeginn vor einem halben Jahr noch eine Mauer Garagen und Parkplätze voneinander trennte, ragen jetzt meterhohe Wände in Richtung Kirchturm. Mit rund 15 Monaten Bauzeit rechnet Architekt Martin Kostulski vom Architektenbüro „LK Architekten“ damals, Ende August 2026 soll das neue „Haus der Begegnung“ übergeben werden. Das scheint auf einem guten Weg.
Eine gute Nachricht gibt es auch noch für Bücherfreunde: Die Bücherei St. Andreas, die während der parallel stattfindenden Sanierung des Klösterchens in die alte Kaplanei ausgegliedert werden muss, ist seit dem 9. November an dieser Stelle – rechts der Kirche – wieder für Besucher geöffnet.

