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Vom Sportverein zur Brücke für GeflüchteteVolleyballverein Küppersteg VGK feiert Geburtstag

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Volleyballverein Küppersteg VGK in ihrer Trainingshalle 1

Die Sportlerinnen und Sportler feiern den 40. Geburtstag ihres Volleyballvereins.

Mit ein paar Geschäftsleuten und ein volleyballbegeisterten Mitarbeitern von Bayer fing 1985 alles an. Einen Verein gab es noch nicht, also trafen sich die Sportbegeisterten erst einmal einfach so, mieteten eine Halle und begannen mit dem Training. Ein Jahr später gründeten sie dann offiziell den Volleyballverein Küppersteg VGK. Somit feiert der Verein in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag.

Kurz nach Gründung brachen Kriege im Iran und in Afghanistan aus, mit unmittelbaren Folgen für den Volleyballverein. Denn die Volleyballer boten Schutzsuchenden eine sportliche Heimat. Der erste Vorsitzende Mahmoud Taghavi, der bereits seit 39 Jahren dabei ist, erinnert sich: „Meine Frau und ich waren ehrenamtlich als Dolmetscher für die persische Sprache tätig. So trafen wir die Geflüchteten. Einige waren sportbegeistert und so boten wir ihnen an, in unseren Volleyballverein zu kommen. Da haben wir schnell festgestellt, dass sie Hilfe brauchen, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. Das ist nicht so einfach. Aber wenn man Sport betreibt, ist es völlig egal, welche Hautfarbe man hat, welche Sprache man spricht.“ Menschen aus mindestens fünf Ländern trainierten laut dem Vorsitzenden in den Folgejahren gemeinsam beim Volleyballverein Küppersteg VGK.

Sport als Mittel zur Integration. Der Umgang mit den Spielerinnen und Spielern half den Geflüchteten, neue Bekanntschaften zu machen und damit in Deutschland anzukommen, die Sprache sowie Regeln und Traditionen kennenzulernen.

Turnier in Kooperation mit dem Integrationsrat

Es gelang dem Verein sogar, einigen Menschen eine Arbeit zu vermitteln. So wurde der ursprünglich als reiner Sportverein gegründete VGK zur Integrationshilfe für Geflüchtete. Diese Haltung prägt die Vereinsmitglieder bis heute. „Einmal im Jahr veranstalten wir mit dem Integrationsrat von Leverkusen ein Volleyballturnier“, erzählt der erste Vorsitzende. Auch die Zukunftspläne des Vereins zeigen, dass sie ihr Motto „Integration durch Sport“ weiter mit Leben füllen wollen. Die Angebote für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund sollen ausgebaut werden. Dazu gehören Kooperationen mit Sozialarbeitern und anderen Vereinen und die Einrichtung eines Integrationsprogrammes unter dem Dach des Vereins, das Sport mit Sprachkursen und Berufsberatung verbinden soll.

Aber zunächst wird erst einmal das 40-jährige Bestehen gefeiert. Im kleinen Rahmen treffen sich die Volleyballer dafür am Samstag. Aktuell hat der Verein 21 Mitglieder zwischen 18 und 23 Jahren. „Mit uns trainiert sogar noch eines der Gründungsmitglieder“, sagt Taghavi, der im Verein auch als Trainer fungiert.

Die EVL Leverkusen, der Lions Club und der Ahoura Handel Remscheid unterstützten diese Jubiläumsfeier. Die drei Sponsoren stellten Geschenke für eine Tombola zur Verfügung. „Dafür möchte ich mich wirklich bedanken“, sagte der Trainer.

Der Verein trainiert donnerstags von 18.30 bis 22 Uhr in der Halle an der Kerschensteinerstraße 4. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen, sowohl Frauen als auch Männer. Die Volleyballerinnen und Volleyballer spielen in gemischten Teams.