Bundesweit gibt es einen Abwärtstrend, die Zahlen im Schlebuscher Krankenhaus sind einigermaßen konstant.
Statistik für 2025Wieder mehr als 2000 Geburten im Klinikum Leverkusen

Das Neujahrsbaby 2026: Lena und Florian Hugo freuen sich über Theo.
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Sechs Kinder am Tag sind im Schnitt im vergangenen Jahr im Klinikum Leverkusen auf die Welt gekommen. Das Krankenhaus hat seine Geburtstatistik für 2025 veröffentlicht: Auf insgesamt 2096 Geburten kommt das Schlebuscher Hospital. Am 19. September waren es sogar zwölf Kinder.

Mehr als 2000 Kinder haben die Leverkusener Hebammen auf die Welt gebracht.
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Bundesweit, so ordnet das Klinikum ein, gebe es einen Abwärtstrend, was Geburtenzahlen angehe, der spiegele sich in Leverkusen aber nur „moderat“ wider. Im vierten Jahr in Folge verzeichnet man im städtischen Krankenhaus mehr als 2000 Geburten. Die Klinikleitung schreibt von einem „hohen Geburtenaufkommen“.

Dr. Ines Beyer ist Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
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Dr. Ines Beyer ist Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie sieht in der Zahl, dass werdende Eltern ihrem Team vertrauen, und eine Bestätigung des „medizinischen Konzepts“. Entscheidend sei „das exzellente Zusammenspiel von Pränatalmedizin, Geburtshilfe, Neonatologie, Pflege und Hebammen“, also aller Bereiche – von vor der Geburt bis danach.
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Klinikum Leverkusen verfolgt ganzheitlichen Ansatz
Kornelia Kollek und Janina Kraus, Leitungsduo der Hebammen, nennen das einen „ganzheitlichen Ansatz“. Denn eine enge Begleitung vor, während und nach der Geburt sei für viele Familien ein Entscheidungskriterium für oder gegen eine Entbindung in einem Krankenhaus.
Im Klinikum gibt es dafür das Mutter-Kind-Zentrum, dazu gehören unter anderem eine individuelle Stillberatung oder Maßnahmen zur frühen Entbindungsförderung. Das Krankenhaus gilt seit 2015 als offiziell „babyfreundlich“. Dieses Siegel vergeben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef. Fünf Kreißsäle hat das Hospital, ein moderner Ansatz sei „ein hebammengeführter Kreißsaal“, den es seit einigen Monaten in Leverkusen gibt. Darin fänden Geburten „weitgehend außerhalb eines medizinisch geprägten Settings“ statt.

Thilo Mohns leitet die Neonatologie.
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1114 Mädchen und 1054 Jungen sind im vergangenen Jahr im Klinikum Leverkusen zur Welt gekommen, 70-mal wurden Zwillinge geboren, dreimal Drillinge. 274 Frühchen kamen in Leverkusen zur Welt und wurden intensivmedizinisch versorgt. 39 von ihnen waren sogar „Extremfrühchen“: Sie haben bei der Geburt weniger als 1250 Gramm gewogen. Auf solche Fälle ist das Klinikum als „Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1)“ nach eigenen Angaben spezialisiert. Dieser Bereich gehört zur Neonatologie, geleitet von Thilo Mohns.
Zum Vergleich: 2023 und 2024 sind in Leverkusen jeweils 2178 Kinder geboren worden, also etwas mehr als 2025. Für das angebrochene Jahr rechnet Ines Beyer „dennoch mit einer weiterhin soliden Entwicklung im Kreißsaal des Klinikums“.

