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Verhandlungen bislang ergebnislosBusfahrer in Leverkusen streiken

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Gruppe von Menschen hält einen Banner.

Busfahrer der Wupsi streikten am 2. Februar auf dem Betriebshof in Quettingen. 

Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hatte für Montag, 2. Februar, zum Streik aufgerufen. Daran nahmen auch Wupsi-Mitarbeiter teil.

Die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr hatten auch Auswirkungen auf Leverkusen. Etwa 30 Busfahrerinnen und Busfahrer des Verdi-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen waren dem Aufruf der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft gefolgt und zur Streikversammlung an die Wupsi-Zentrale an der Borsigstraße gekommen. Auch am Standort in Bergisch Gladbach fand eine Versammlung statt. 24 Stunden legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kommunalen Nahverkehrs die Arbeit nieder.

Von 5.30 Uhr bis 15 Uhr versammelten sich die Busfahrer am Betriebshof der Wupsi in Fixheide. Das Verkehrsunternehmen hatte am Freitag im Zuge des Streikaufrufs angekündigt, dass ein Drittel der Linienfahrten ausfallen würden. Die Quote bestätigte Wupsi-Sprecherin Kristin Menzel auf Nachfrage des „Leverkusener Anzeiger“ am Montagmittag: Zwei Drittel der Busfahrten konnten wie angekündigt eingehalten werden. Zu unerwarteten Situationen im Linienverkehr sei es nicht gekommen. 

Währenddessen versammelten sich die streikenden Busfahrerinnen und Busfahrer in Warnwesten, Gewerkschaftsmützen und mit Kaffee am Betriebshof. Ihr Ziel sei es, ihre Forderungen zu signalisieren, so Nikolai Müller, einer ihrer Sprecher. Er erklärt, die Busfahrer seien mit den aktuellen Arbeitsbedingungen nicht zufrieden. Als auch keine positiven Ergebnisse bei der ersten Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen kamen, schlossen sich die Busfahrer der Wupsi dem Streik von Verdi an.

Bisher keine Einigung

Die Hauptforderung sei, die Wochenarbeitszeit von aktuellen 39 Stunden auf 37,5 Stunden zu senken, so wie es in beispielsweise in Schleswig-Holstein der Fall sei. Dabei soll der Lohn weiterhin voll ausgeglichen werden.  Des Weiteren fordern die Streikenden mehr Zuschläge, mindestens 40 Prozent an Sonntagen und kürzere Schichten. Außerdem streiken die Busfahrer auch für weniger Nachtfahrten. Zudem wolle man die Ruhezeit zwischen zwei Schichten bei mindestens elf Stunden halten.

Zwei Menschen mit Warnwesten lächeln.

Die Hauptforderung der Gewerkschaftsseite ist, die Wochenarbeitszeit für Busfahrer von 39 auf 37,5 Stunden in der Woche zu senken.

Verdi schreibt in einer Pressemitteilung, dass der Geltungsbereich des Mantelvertrags, durch den die Forderungen gedeckt werden sollen, auch für kurzfristig Beschäftigte sowie für Minijobber gelten soll. Die Laufzeit eines neu verhandelten Tarifvertrages solle außerdem 24 Monate betragen. 

In einer Mitteilung schreibt der Kommunale Arbeitgeberverband, dass „unnötige Streiks“ nachhaltig die landesbezirklichen Verhandlungen im kommunalen Nahverkehr belasten würden. Des Weiteren wirft der Verband der Verdi vor, die Bürgerinnen und Bürger „unnötig“ in die Mitleidenschaft zu ziehen.

Nikolai Müller zeigt sich zufrieden mit dem Streik, die anwesenden Kollegen sollen ein starkes Signal für ihre Forderungen sein. Nach der „erfolglosen“ ersten Verhandlungsrunde hoffe man nun auf gute Ergebnisse in einer neuen Verhandlung. Noch gibt es allerdings keinen bekannten Termin zwischen den Parteien.